Am Morgen des 21. September 2026 begaben sich sechs MINT inter­es­sierte Schüle­rinnen und Schüler auf den Weg nach München. Diese hatten die Gelegenheit genutzt, ein Stipendium der Stiftung des Deutschen Vereines zur Förderung des mathe­ma­ti­schen und natur­wis­sen­schaft­lichen Unter­richts (kurz MNU) wahrzu­nehmen. Nach der eigenen Anreise wurden sie in München empfangen, wo sie sich zunächst zu einer Übersichts­führung im Deutschen Museum, wo der eigent­liche Aufenthalt stattfand, einfanden. Aufgrund von Umbau­maß­nahmen am Kerschen­steiner Kolleg, das direkt am Deutschen Museum auf der Museums­insel angebaut ist, wurden die Stipen­diaten in einer Jugend­her­berge unter­ge­bracht, was außer dem Anfahrtsweg kein größeres Problem darstellte. Denn auch so bildete der fünftägige Aufenthalt im Deutschen Museum, das ebenfalls aufgrund von Umbau­maß­nahmen nur zur Hälfte zur Verfügung stand, ein beson­deres Erlebnis. 

Dieser mit Führungen, aber auch Workshops aufge­baute Aufenthalt führte den Schülern erneut die Vielfalt des MINT-Bereiches vor Auge und stellte dabei erneut dar, wie wichtig Entwicklung und Forschung sind. 

So durften die Stipen­diaten gleich am zweiten Tag, nach der Besich­tigung einer Pop-up-Ausstellung bezüglich dem Themen­schwer­punkt “Rohstoffe abbauen, nutzen — und dann?“, zum einen spiele­risch die globalen Auswir­kungen politi­scher Entschei­dungen auf den Klima­wandel erfahren und zum anderen selbst ihre Meinung äußern, wie man die noch geschlossene Bergbau-Ausstellung neuge­stalten könnte. Im „Chemie-Workshop“ am Nachmittag erfuhren sie mit der Lebens­mit­tel­ana­lytik ein Anwen­dungs­bei­spiel der Chemie und durften dabei natürlich auch selbst tätig werden. 

Am dritten Tag fanden sich die Stipen­diaten, nach den Führungen in den Bereichen „Raumfahrt“ und „Elektronik“, in dem Workshop „Mikro­chips unter der Lupe“ ein, in dem sie mehr über Mikro­chips, deren Aufbau und aussa­gen­lo­gische Verknüp­fungen lernten. 

Am vierten Tag in München wurde der Schwer­punkt auf den Workshop „Geria­tronik“ gesetzt, in dem die Stipen­diaten selbst einen Roboterarm program­mieren durften, eine behin­der­ten­ge­rechte Wohnung – auch nutzbar für einen Unter­stüt­zungs­ro­boter (Beispiel „GARMI“, Projekt der Techni­schen Univer­sität München = TUM) – gestalten durften und auch ethische Fragen kritisch disku­tierten. Für alle, die jetzt mit dem Wort Geria­tronik nichts anfangen konnten: Geria­tronik beschreibt die Kombi­nation der Geriatrie (Alten­pflege) mit der Mecha­tronik und zielt dabei auf unter­stüt­zende Assis­tenz­systeme im Bereich Alten­pflege auch unter dem Einsatz von Künst­licher Intel­ligenz ab. 

Mit einem letzten Vortrag im Bereich Optik über das Thema „Mikro­skopie“ und das Elektro­nen­mi­kroskop des Deutschen Museums endete der Aufenthalt in München.

Was bleibt sind die gesam­melten Eindrücke im MINT-Bereich, aber auch der Erfah­rungs­aus­tausch mit Schüle­rinnen und Schülern aus der ganzen Bundes­re­publik während der gemein­samen Freizeit oder dem gemein­samen Abend­essen. Diese Reise hat sich in der Hinsicht gelohnt und lässt sich MINT-interessierten Schüle­rinnen und Schülern nur weiterempfehlen. 

Elias Dresen, Emily Maciolek, Leon Paulus, Benedikt Schirra, Alia Schmitt, Max Schneider