Wie lassen sich mithilfe moderner Compu­ter­pro­gramme neue Medika­mente entwi­ckeln? Welche Substanzen können mit Enzymen wechsel­wirken, und wie lässt sich feststellen, ob bestimmte Stoffe mögli­cher­weise giftig wirken?

Mit diesen und weiteren spannenden Frage­stel­lungen beschäf­tigten sich Schüle­rinnen und Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums am 29. Oktober 2026 bei einer Exkursion zur Bioin­for­matik an der Univer­sität des Saarlandes in Saarbrücken.

An der Exkursion nahmen der Biologie-Leistungskurs von Kevin Raber sowie der Biologie-Grundkurs von Myriam Backes teil. Ziel des Besuchs war es, aktuelle Unter­richts­in­halte mit prakti­schen Anwen­dungen aus Wissen­schaft und Forschung zu verknüpfen und den Lernenden Einblicke in ein spannendes, inter­dis­zi­pli­näres Forschungs­gebiet zu ermöglichen.

Im Mittel­punkt des Workshops stand die Frage, wie mithilfe bioin­for­ma­ti­scher Methoden die Wechsel­wir­kungen zwischen Enzymen und verschie­denen Substanzen unter­sucht werden können. Die Schüle­rinnen und Schüler erfuhren, wie Wissen­schaft­le­rinnen und Wissen­schaftler überprüfen, welche Moleküle an bestimmte Enzyme binden können und welche Substanzen mögli­cher­weise eine schäd­liche Wirkung entfalten.

Besonders beein­dru­ckend war die Arbeit mit compu­ter­ge­stützten dreidi­men­sio­nalen Molekül­mo­dellen. Die Lernenden konnten die räumlichen Struk­turen verschie­dener Moleküle am Bildschirm betrachten, gezielt Verän­de­rungen vornehmen und unter­suchen, wie sich diese auf mögliche Wechsel­wir­kungen auswirken. Auf diese Weise erhielten sie einen anschau­lichen Einblick in moderne Forschungs­me­thoden, die unter anderem bei der Entwicklung neuer Arznei­mittel eine wichtige Rolle spielen.

Von der Theorie zur Praxis – Biolo­gie­un­ter­richt einmal anders

Die Schüle­rinnen und Schüler lobten ausdrücklich die Praxisnähe des Workshops. Besonders positiv wurde hervor­ge­hoben, dass zahlreiche Inhalte aus dem aktuellen Biolo­gie­un­ter­richt aufge­griffen und durch konkrete Anwen­dungen vertieft wurden.

Die Exkursion verdeut­lichte eindrucksvoll, dass die im Unter­richt behan­delten Themen keineswegs nur theore­ti­sches Wissen darstellen. Vielmehr bilden sie die Grundlage für aktuelle wissen­schaft­liche Frage­stel­lungen und Entwick­lungen, beispiels­weise in der Medizin, Pharmazie und biotech­no­lo­gi­schen Forschung.

Darüber hinaus erhielten die Lernenden wertvolle Einblicke in mögliche Studi­en­gänge und beruf­liche Perspek­tiven im natur­wis­sen­schaft­lichen Bereich. Gerade die Verbindung von Biologie, Infor­matik, Chemie und Medizin zeigte, wie vielfältig und zukunfts­ori­en­tiert moderne natur­wis­sen­schaft­liche Forschung ist.

Der Besuch an der Univer­sität des Saarlandes war somit nicht nur eine spannende Ergänzung zum Unter­richt, sondern auch eine Gelegenheit, Wissen­schaft unmit­telbar zu erleben und neue Perspek­tiven für die eigene Studien- und Berufswahl zu entdecken.

Ein beson­derer Dank gilt dem Team der Bioin­for­matik der Univer­sität des Saarlandes, das unseren Schüle­rinnen und Schülern diesen inter­es­santen und praxis­ori­en­tierten Einblick in die aktuelle Forschung ermög­licht hat. Durch die anschau­lichen Erklä­rungen, die fachkundige Betreuung und die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden, wurde die Exkursion zu einem beson­deren Lernerlebnis.