Schüler­innen und Schüler der Klasse 9b besuchten letzte Woche das Filmhaus in Saarbrücken, um dort den Film „Jud Süß“ zu sehen. Dieser wurde im Dritten Reich produ­ziert und zählt zu den sogenannten Vorbe­halts­filmen, die nur unter beson­deren Voraus­set­zungen öffentlich gezeigt werden dürfen. Im Rahmen der Filmreihe „Verbotene Filme“ wurde er vorge­führt, um dieses verdrängte Erbe des NS-Kinos besser zu verstehen.
Die Aufführung im Filmhaus fand unter der Begleitung des Histo­rikers Dr. Burkhard Jellonnek vom Landes­in­stitut für Pädagogik und Medien statt. Vor und nach dem Film wurde dieser gemeinsam besprochen; dabei wurden die filmi­schen Gestal­tungs­mittel und propa­gan­dis­ti­schen Strategien kritisch analy­siert, um die Wirkungs­weise natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Propa­ganda besser zu verstehen.
Die Ausein­an­der­setzung mit dem Film hilft den Schüler­innen und Schülern, antise­mi­tische Stereotype und Narrative zu erkennen, kritisch zu hinter­fragen und ihre Wirkung bis in die Gegenwart nachzu­voll­ziehen. Wir danken dem Filmhaus und Herrn Dr. Jellonnek für einen aufschluss­reichen, aber zugleich nachhaltig bedrü­ckenden Vormittag.