Musik, Tanz, Begegnung und gelebte Solida­rität: Am Freitag, dem 28. August, konnte sich das JKG wieder über einen beson­deren Besucher freuen. Zum inzwi­schen fünften Mal besuchte Bischof Bruno Ateba Edo aus Kamerun die Schule und nahm sich Zeit für die Begegnung mit Schüler­innen und Schülern der Klassen­stufen 5, 6 und 7.

Nach der Begrüßung durch unseren Schul­leiter Herrn Thorsten Frey und einer kleinen Einführung mit einigen Eckdaten zum Land selbst durch Herrn Mischa Müller berichtete in der Micha­els­kirche er anschaulich aus seinem Heimatland und gab den Jugend­lichen Einblicke in die Lebenswelt ihrer Alters­ge­nossen in Kamerun. Besonders eindrucksvoll wurde es, als Bruno Ateba Edo vorführte, wie in Kamerun gesungen und getanzt wird. Dabei hielt es ihn nicht lange an seinem Platz: Er tanzte durch den Mittelgang der Kirche und riss mit seiner fröhlichen Art die Schüler wie Lehrer mit. Die Vorlage dazu hatte jedoch ein Lied aus dem Reper­toire der musika­li­schen Begleitung der Veran­staltung geliefert. Diese erfolgte durch die neue Bandklasse 5a, die unter der Leitung von Frau Caroline Arnoldy und Frau Katrin Sturies nach nur drei Wochen ihre aller­erste Aufführung mit Bravour absol­vierte und offen­sichtlich für eine besondere und anregende Atmosphäre sorgte.

Höhepunkt war die Übergabe eines symbo­li­schen Spenden­schecks über 6000 Euro. Die Rekord­summe war wie bereits in der Vergan­genheit durch verschiedene Aktionen, v.a. durch das von verschie­denen Klassen getragene Kuchen­projekt, durch Veran­stal­tungen der Fachschaften Religion, durch den Fair-Trade-Verkauf und mit Unter­stützung des Förder­vereins gesammelt worden. Vertreter der betei­ligten Klassen überreichten den Scheck an den Bischof. Der Betrag fließt in verschiedene Projekte, die dieser seit vielen Jahren in seiner nordka­me­ru­ni­schen Diözese sowie in der Haupt­stadt des Landes, Yaoundé, unterhält und die dazu dienen, die beruf­liche Ausbildung geflüch­teter Personen sowie die Unter­haltung einer Schule in dem westafri­ka­ni­schen Land zu gewährleisten.

Auch Vertreter des Eine-Welt-Kreises, die Bischof Brunos Arbeit bereits seit vielen Jahren unter­stützen, nahmen an der Begegnung teil. Die Partner­schaft mit dem Bischof geht inzwi­schen in ihr zehntes Jahr – ein schönes Zeichen für eine über Jahre gewachsene Verbindung und gelebte Solida­rität über Konti­nente hinweg.

Wenn Sie daran Interesse oder Ideen haben, unseren Einsatz zu unter­stützen, freut sich der Betreuer des Projekts am JKG, Herr Mischa Müller, über Ihre Anregungen und Ideen!