Schulaktivitäten


Keplerabend 2017 am Johannes-Kepler-Gymnasium in Lebach

Auch in diesem Jahr gedachte die Schulgemeinschaft des Johannes-Kepler-Gymnasiums wieder am Todestag von Johannes Kepler ihrem Namensgeber und seinen Leistungen für die moderne Wissenschaft.

In der vollbesetzten Keplerhalle sorgte schon zu Beginn die Bandklasse 6a unter der Leitung von Stephan Zimmermann für gute Stimmung mit ihrem musikalischen Beitrag; Gimme Some Lovin. Nachdem das Publikum sich mit tosendem Applaus bei der Bandklasse 6a bedankt hatte, begrüßte der Schulleiter Hans Herrmann alle Gäste und Mitwirkende des Abendprogramms. Ein Dank galt auch den Partnern des JKG, die die Schulgemeinschaft bei vielen Aktivitäten unterstützen: Die Firma Krämer IT wurde durch Herrn Michael Krämer repräsentiert, auch die Reha-Logistik wurde durch Mitarbeiter vertreten. Ein Dankeschön gab es auch für die Vorsitzende des Schulvereins Inge Clemens, den Schulsprecher Dr. Martin Simon sowie für den Schülersprecher Mick Winter für ihre stetige Unterstützung bei allen Aktivitäten am Johannes-Kepler-Gymnasiums.

Im Anschluss wurden Herr Prof. Dr. Guido Dartmann vom Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier und Herr Thomas Hesedenz vom VDE-Saar begrüßt und ihre Beiträge zum Abendprogramm angekündigt, was mit Applaus honoriert wurde.

Abgerundet wurde diese Begrüßung wieder durch einenmusikalischen Beitrag, den Sologesang der Schülerin Ella Fritz (6a), die mit Begleitung am Klavier durch Stephan Zimmermann, die Zuhörer in Begeisterung versetzte.

Im Anschluss an diese künstlerische Einlage stellte der Schulleiter Hans Herrmann die Bedeutung der MINT-Fächer für die heutige gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung dar und bedankte sich hierbei noch bei dem anwesenden Dr. Edwin Fries, der bereits vor Jahren den Grundstein legte für dieses Profil am Johannes-Kepler-Gymnasium. In dieser Tradition der naturwissenschaftlichen Ausrichtung und des MINT-Profils wurde auch die vielfach ausgezeichnete Physiklehrerin Michaela Weber herausgestellt, der an diesem Abend von Herrn Andreas Hesedenz der Preis des VDE-Saar für ein MINT-Labor in Wert von 2.500 Euro überreicht wurde. Frau Michaela Weber bedankte sich, auch im Namen der Schulgemeinschaft, für diese finanzielle Unterstützung und für die qualifizierte Nachwuchsförderung bei vielen technisch ausgerichteten Aktivitäten  und Wettbewerben sowie bei MINT-Pojekten.

Der stellvertretende Schulleiter Herr Werner Huppert nahm nun die Ehrung besonderer Leistungen von Schülerinnen und Schülern des JKG vor: Spitzenleistungen in Sport, Englisch, Mathematik, Physik, Biologie und Kunst innerhalb der Schule oder bei außerschulischen Wettbewerben wurden ausgezeichnet. Außergewöhnlich erfolgreich waren die Schülerinnen und Schüler des JKG bei Jugend trainiert für Olympia in den Sparten Fußball und Volleyball. Bei Wettbewerben des DLRG wurden gleich drei Saarlandsieger geehrt, ebenfalls in den Sportarten Ringen und Taekwondo. Besondere Akzente setzten auch die Leichtathleten des JKG. Sogar den Titel Bundessiegerin im Wettbewerb „jugend creativ“ konnte die Schülerin Daria Schmidt erringen. Neben all diesen fachlichen Errungenschaften wurde auch wieder der Preis für besonderes Engagement in schulischen Veranstaltungen an die Schüler Michel Grünig, Jakob Simon und Mick Winter vergeben.

Nach tosendem Applaus für unsere Preisträger durfte das Publikum sich jetzt bei dem Film „Sport am JKG“ von Burkhard Claes entspannen. Das war ein Potpourri von Sportarten; Turnen, Mannschaftsspiele, Wassersport wie Surfen,Wasserski, Schwimmen, Tauchen, aber auch Ski und Snowboard, Fallschirmspringen...Dieses Feuerwerk an Sportarten wurde von Burkhard Claes mit solch mitreißender Musik unterlegt, dass das Publikum begeistert applaudierte.

Der fachliche Höhepunkt des Abends wurde von Prof. Dr. Guido Dartmann vom Umweltcampus Birkenfeld mit dem Festvortrag „Das Internet der Dinge“ gestaltet.Hierbei zeichnete der junge IT-Professor eine neue Welt mit schier unendlichen Möglichkeiten der Vernetzung auf und wies stets auf die Veränderungen der Berufswelt für die Schülerinnen und Schüler hin. Seine Beispiele reichten vom intelligenten Kühlschrank über das vernetzte Haus bis hin zu vernetzten Straßenbeleuchtungen oder kommunalen Versorgungsleitungen. Auf großes Interesse stießen auch die Visionen im modernen Transport- und Verkehrssektor.

Nach einem folgenden Sologesang mit Gitarrenbegleitung nach eigener Komposition von Dalal Ahmad und Linda Posselt nahm Herr Werner Huppert nun die Ehrung der Klassen- und Jahrgangsbesten des Johannes-Kepler-Gymnasiums vor. Anerkennung spendeten die Gäste und die Schulgemeinschaft mit lange währendem Applaus.

Nachdem der Schulleiter Hans Herrmann sich bei allen Anwesenden schon mit einem herzlichen Dank verabschiedet hatte, marschierte der Zirkus „Chaos Keplerani“ mit Musik und buntem Lichterglanz und unter großem Beifall ein. Unter der Leitung von Verena Götzinger und Kai Kreutzer ist es wieder gelungen, die Zuschauer in eine völlig andere Welt zu entführen: Gaukler, Jongleure, Turner, Akrobaten und „Fliegende Akteure“ verwandelten die Keplerhalle in eine Manege voller Wunder und Träume. Dieses sensationelle Erlebnis wurde prompt mit Applaus und Zurufen des Entzückens belohnt.Herzlichen Dank an unsere Zirkus AG mit ihren Zirkusdirektoren Verena Götzinger und Kai Kreutzer, die alle Zuschauer in der Keplerhalle für eine Weile an diesem Abend verzauberten!


Schulfest 2017

Am Samstag den 16.09.2017 war es wieder soweit. Das Johannes-Kepler-Gymnasium gestaltete einmal mehr das Schulfest. Auch dieses Jahr waren wieder viele verschiedene Projekte dabei, die sowohl die Schüler, Lehrer als auch Besucher begeistert haben. Es gab wieder soziale und engagierte Hilfsprojekte, bei denen die Besucher durch Spendengelder unterstützend mitwirken konnten. Gerade bei diesen war das Interesse der Schüler und der Besucher sehr groß. Dank des guten Wetters war auch sonst die Stimmung fröhlich und ausgelassen.   

Auch dieses Jahr zeichneten sich die einzelnen Projekte der Klassen und Kurse durch eine große kulinarische Vielfalt aus. Es gab alles, was das Herz begehrt. Von deftigen Angeboten wie Pizza, Flammkuchen oder Hot Dogs bis hin zu Waffeln, Crêpes, Macarons und Dampfnudeln. Zu trinken gab es auch genügend: Cocktails, Smoothies, chinesischen Tee und noch vieles mehr.

Angelehnt an den bevorstehenden Schüleraustausch in die Bretagne organisierte die Klasse 8a ein eigenes Bretagne-Café. Hier konnte man typische französische Spezialitäten wie Crêpes oder Macarons verköstigen. Vor dem Eingang des ersten Gebäudes befand sich „Uwes Saftladen“, der vom Mathe-Tutorkurs von Herrn Ott veranstaltet wurde. Gerade sie zeigten besonders großes Engagement, indem sie eigene Schürzen zu diesen Anlass haben drucken lassen. Die frisch gemixten Säfte wurden von Schülern und Besuchern sehr gut angenommen, was überwiegend daran lag, dass sich die Kunden ihren eigenen Saft individuell zusammenstellen konnten.

Beeindruckend war der aufwendig gestaltete Klassenraum der 10bm, der seinem Namen alle Ehren machte. Die „chinesische Teestube“ faszinierte mit außerordentlicher Kreativität und aromatischen Teevariationen. Vor allem Projekte, die leckeres Essen zubereiteten, hatten viel Zulauf. Dazu gehörten unter anderem der Hot Dog Stand (10ax) oder das Pizza-Zelt vor der Keplerhalle (10cm).

Neben dem Essen gab es aber auch viele außergewöhnliche Aktivitäten, bei denen die Schüler ihre Kreativität ausleben konnten.Die Fünftklässler veranstalteten einen klassenübergreifenden Spieleparcours, der sich durch ganz unterschiedliche Aktivitäten auszeichnete. Die von den Lehrern vorgeschlagene Idee fand bei den Neueingeschulten großen Anklang und wurde mit großer Freude umgesetzt. Obwohl es ihr erstes Schulfest war, konnte man beobachten, dass sich die neuen Schüler bereits sehr wohl an der Schule fühlen. Sie beteiligten sich engagiert und gingen offen mit den Besuchern um. Das große Engagement galt nicht nur für die Schüler, sondern auch für die jeweiligen Klassenlehrer, die ihren Schülern tatkräftig zur Seite standen.

Besonders viel Spaß schon bei den Vorbereitungen, dann aber auch  bei der Umsetzung ihrer Idee   hatte die Klasse 6c, die ein eigenes Filmprojekt auf die Beine stellte. Dabei wurden die Schüler von dem bekannten Film „Fack Ju Göhte“ inspiriert. Trotz des großen Aufwandes hatten die Schüler viel Spaß, sodass ihnen die Realisierung ihrer Idee nicht schwer fiel.

Einen großen Einfallsreichtum zeigte auch die Klasse 8cm, die mit ihrem eigens erschaffenen „Escape Room“ die Besucher auf Trab hielt. Die Organisation des doch größeren Projektes verlief reibungslos und das Ergebnis hat sich gelohnt. Während die Besucher in dem Raum „eingesperrt“ waren, mussten sie fünf schulfachspezifische Rätsel lösen, um einen Zahlencode zu erhalten, den sie zum Rauskommen benötigten. Je schneller die Besucher das schafften, umso mehr Süßigkeiten erhielten sie zur Belohnung. Die Klasse 9b gab den Besuchern die Möglichkeit, ein Andenken ans Schulfest mitzunehmen. Durch lustige Masken und Kostümierungen konnten die Besucher den Spaß und die Stimmung auf Fotos mit nach Hause nehmen. Wie jedes Jahr gab es auch wieder Klassen, die ein Casino, ein Bobbycar-Rennen, Kinderschminken oder einen Jahrmarkt aufgebaut hatten. Auch dieses Jahr fanden diese Aktivittäten großen Anklang bei der Schülerschaft. Neben all diesen Projekten, gab es auch einige besondere, soziale Projekte, die mit ihren Erlösen wohltätigen Zwecken zu Gute kommen.

Hierzu zählte einerseits die Aktion des Mathe E-Kurses beziehungsweise des Seminarfachs „Alpencross“ von Herrn Thomas. Angelehnt an die Thematik des Seminarfachs bereiteten sie in ihrer „Alpenküche“ typisch österreichische Spezialitäten zu. Durch die angepasste Dekoration und Musik entstand ein entsprechendes Ambiente. Die bei dem Verkauf von Germknödel, Käsespätzle und Kaiserschmarren eingenommenen Gelder gehen an den 22-jährigen Luca Biwer. Der aus dem Saarland stammende Mountainbiker hatte vor kurzem einen tragischen Unfall, der eine Querschnittslähmung nach sich zog. Um die für seine Versorgung horrenden Folgekosten bezahlen zu können, wandte sich sein Verein „Bike Aid“ an die Öffentlichkeit und gründete eine Organisation, um Spendengelder zu sammeln. Das Engagement des Kurses ist bemerkenswert, da sie damit viel Gutes tun. Gleichermaßen engagiert zeigte sich das Kamerun-Projekt, das sich für den Bau von Unterkünften und Schulen in Kamerun einsetzt. Die erzielten Spenden tragen dazu bei,  Straßenkindern ein Zuhause und eine Ausbildung zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit der Firma Reha führte auch auf diesem Schulfest zu einer Projekt, welches von der Klasse 6d organisiert wurde. Sie verkauften Frühstücksbrettchen, die vor Ort mit eigenen Sprüchen, Widmungen oder Ornamenten individuell gestaltet werden konnten. Der Gewinn dieses Projekts kam der Firma Reha zu Gute und unterstützt somit ebenfalls eine gute Sache.

Wie auch im letzten Jahr gab es die Möglichkeit, sich am Schulfest für die Stammzellspende typisieren zu lassen. Schon in den Wochen zuvor, waren die Schüler ausführlich von Schülersprecher Mick Winter über die Stefan-Morsch-Stiftung informiert worden. Viele Eltern und Schüler kamen diesem Angebot nach und ließen sich in die Spenderkartei aufnehmen.

Abschließend lässt sich festhalten, dass wir ein Schulfest mit einer tollen Stimmung erlebt haben. Die Vielfältigkeit der Angebote der einzelnen Projekte war groß. Die Schüler hatten großen Spaß sowohl bei der Organisation, die den Klassenverbund stärkte,  als auch an dem Schulfest selbst, das eine gute Möglichkeit für die Familien bot, die Schule besser kennenzulernen. Die Mehrheit der zu dem Schulfest befragten Schüler empfand den Tag als sehr gelungen und abwechslungsreich und würde sich sehr darüber freuen, ein solches Schulfest jedes Jahr gestalten zu können.


Kamerunischer Bischof besucht das Johannes-Kepler-Gymnasium - Das JKG unterstützt aktiv den Bau von Schulgebäuden in Afrika

"Büffeln statt betteln" - hinter diesem schnittigen Slogan verbirgt sich vor allem in den Teilen der Welt eine traurige Realität, in der der Zusammenhang zwischen Schulbildung und sozialer Teilhabe dadurch erkennbar ist, ob man im Zweifelsfall in Armut, Elend und Hunger leben muss.

Ein Beispiel hierfür bietet Kamerun. Zwar bietet das zentralafrikanische Land seinen Einwohnern zumindest den kostenlosen Besuch einer Grundschule, aber dennoch müssten Kinder und Jugendliche zum Teil erhebliche Strecken auf sich nehmen, um die nächstgelegenen Bildungseinrichtungen tatsächlich besuchen zu können. Zudem haben die Familien die Kosten von Schulbüchern und -materialien selbstständig zu übernehmen, was ihre finanzielle Situation oftmals übersteigt. Daher beträgt die Einschulungsquote in Kamerun weniger als 80 %, die Analphabetenrate innerhalb der Gesamtbevölkerung liegt sogar bei 25 %. Hieraus ergibt sich für einen jungen Kameruner oftmals ein Teufelskreis von Armut und mangelnden Zukunftsperspektiven.

Diese Situation wird insbesondere im Norden des Landes durch die islamistische Terrorgruppe Boko Haram zusätzlich verschärft. Während sich deren Überfälle und Attentate gleichermaßen gegen die christliche wie muslimische Bevölkerung richten, bedeutet die soziale Perspektivlosigkeit vieler Kameruner für sie ein großes Rekrutierungspotential für neue Kämpfer.

Doch mit dieser Situation will sich der Bischof des nordkamerunischen Bistums Maroua-Mokolo, Bruno Ateba Edo, nicht zufriedengeben. In seiner Diözese erlebt er die Probleme der Kameruner hautnah und ist bestrebt, diese zum Guten hin zu verändern. Durch den Bau einer Schule in der kamerunischen Hauptstadt Yaoundé konnten er und seine Mitstreiter bisher rund 1.000 Schülern die Chance auf ein weiterführendes Bildungsangebot ermöglichen. Durch diese Hilfe zur Selbsthilfe wird ihnen die Perspektive eines selbstbestimmten Lebens fernab drohender Armut eröffnet. Das neueste Projekt sieht nun vor, durch den Bau von Speise- und Schlafräumen Kindern aus ferneren Gebieten sowie auch Straßenkindern ein Dach über dem Kopf zu bieten und dadurch einen Schulbesuch unter der Woche zu ermöglichen.

Um ein derart wichtiges Projekt zu fördern, hat das Johannes-Kepler-Gymnasium Lebach zu Beginn des neuen Schuljahres gleich mehrere Aktionen in Zusammenarbeit mit Bischof Ateba Edo sowie dem Eine-Welt-Kreis Limbach geplant, die die Arbeit des Geistlichen bereits seit vielen Jahren durch verschiedene Aktionen unterstützen.

So besuchte der Bischof am 04.09.2017 unsere Schule, schilderte den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 8 und 9 in der Michaelskapelle die Situation in Kamerun aus erster Hand und stand ihnen Rede und Antwort. Die Frage eines Schülers der Klassenstufe 9 spricht für die Wirkung und den tiefen Eindruck, die von der Begegnung zwischen den Schülern und dem Geistlichen ausgingen: "Wie können wir selbst von hier aus Ihnen genau helfen?"

Im Nachgang zu dieser Veranstaltung überreichte unser Schulleiter Herr Herrmann am 13.09.2017 Ateba Edo einen Scheck über den Betrag von 2000 €, der aus den Erlösen des diesjährigen Benefizlaufs unserer Schule stammt. Damit möchte unsere Schulgemeinschaft gezielt die Bauprojekte Ateba Edos vor Ort fördern und zu deren Erfolg beitragen. Bischof Bruno war über diese Unterstützung sichtlich erfreut und dankbar. Er betonte die besondere symbolische Bedeutung der Zuwendung des JKG, die für ihn darin bestünde, dass durch sie unsere Schüler, selbst noch Jugendliche und Kinder, ausgerechnet Altersgenossen aktiv Hilfe leisten würden.

Die Möglichkeit für eine weitere Aktion zur Unterstützung Ateba Edos ergab sich im Rahmen unseres Schulfestes am 16.09.2017. Hier boten die Mitglieder der Eine-Welt-Kreis Limbach in Zusammenarbeit mit Lehrern der Fachschaft Katholische Religion an zwei Ständen Kindern und Erwachsenen die Gelegenheit, das Bauprojekt durch den Kauf fair gehandelter Produkte sowie kleiner Engelanhänger zu unterstützen, die mittlerweile zu einem Markenzeichen der Kamerun-Hilfe geworden sind. Darüber hinaus bestand auch die Möglichkeit, die verschiedenen Teilelemente der Anhänger für eine Spende ganz nach dem eigenen Geschmack selbst auszuwählen und in der eigens hierfür ausgeschmückten Schülerbibliothek zu basteln. Hier konnten sich unsere Besucher durch zahlreiche Exponate aus Kamerun wie z.B. Kleidungsstücke, Stoffe oder Masken sowie Infotafeln ein eigenes Bild vom Leben in Kamerun und der Lage vor Ort machen. Der Erfolg der Aktion spricht für sich: Auch hier konnte allein durch den Verkauf der Engel Spenden in Höhe von 350 € erzielt werden.

Was nach diesen erfreulichen Ergebnissen bleibt, ist der Zweifel, ob die Frage unseres Schülers nun bereits völlig beantwortet ist. Wie können wir von hier aus genau helfen? Es ist unser Ziel, uns als Schulgemeinschaft des Johannes-Kepler-Gymnasiums diese Frage auch in der Zukunft zu stellen und sie auch für die Kinder in Kamerun nicht unbeantwortet zu lassen.


Exkursion zum SOR-SMC-Landestreffen in Kirkel

„Mit“ statt „über“ Homosexuelle zu sprechen – das war unsere Motivation bei der Teilnahme am diesjährigen Landestreffen der saarländischen Schulen im Rahmen des Projektes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
So fuhren wir, vier Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 9b am 24. Februar 2016 gemeinsam mit unserer Politiklehrerin Anka Stahl-Steiner nach Kirkel zum SOR- SMC-Landestreffen. Dort wurden vielfältige und spannende Workshops für uns Schüler und auch für unsere Lehrer angeboten, die sich mit Diskriminierung und demokratiegefährdenden Ideologien beschäftigten. In dem von uns ausgewählten Workshop des „Lesben- und Schwulenverbandes“ gewannen wir vormittags spannende Einblicke in ein hochsensibles Thema, das im Schulalltag kaum Berücksichtigung findet: die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung. Junge Lesben und Schwule klärten uns nicht nur über Vorurteile Homosexuellen gegenüber auf, sondern sensibilisierten uns durch interessante Übungen und einen Perspektivenwechsel für die Probleme, denen sie in unserer Gesellschaft ausgesetzt sind. Besonders berührend waren für uns ihre persönlichen Geschichten über ihr Coming Out und über ihre Erfahrungen im Alltag. Nach einem leckeren Mittagsessen mit Schülerinnen und Schülern anderer saarländischer „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ konnten wir uns nachmittags auf einer Projekt- und Ideenmesse bei den zahlreichen Kooperationspartnern des Netzwerkes über weitere Projektangebote für Schulen informieren. Voll kreativer Ideen traten wir schließlich die Heimreise nach Lebach an und waren uns einig, dass wir einige dieser Projekte in unseren Schulalltag einbauen möchten, um Verantwortung für das Klima an unserer Schule und unser Umfeld zu übernehmen.

Margarita Klet, Emma Michaely, Alexandra Shaan Cisneros und Philipp Löcherbach (Klasse 9b)