Katholische Religion


Zwischenstand beim Bischofsbesuch: Das JKG sammelt 4500 € in drei Jah-ren für das Schulprojekt in Kamerun

Mit dem Liedbeitrag "On écrit sur les murs", vorgetragen von der Klasse 7a und begleitet von ihrem Musiklehrer Herrn Zimmermann, begrüßte das Johannes-Kepler-Gymnasium in der Michaelskapelle zum nunmehr dritten Mal den Bischof des kamerunischen Bistums Maroua-Mokolo, Bruno Ateba Edo.

Sichtlich erfreut über das Interesse der Schüler der Jahrgangsstufe 7 stellte dieser im Anschluss die Situation der Menschen in seiner Diözese vor. Dabei ging er insbesondere auf das Leben von Kindern und Jugendlichen ein, die trotz der prinzipiell bestehenden Schulpflicht aufgrund langer Wegstrecken und fehlender finanzieller Mittel oftmals kaum die Möglichkeit auf eine geregelte Unterrichtsteilnahme haben. Hinzu kommen soziale Probleme wie die Situation der Straßenkinder, die stets gefährdet sind, bei der Sicherstellung ihres täglichen Überlebens in die Kriminalität abzurutschen, sowie die Bedrohungen für die Bevölkerung durch den islamistischen Terror der Boko Haram. Dem setzt der Bischof seit vielen Jahren sein sozial-caritatives Engagement entgegen, das die Gewährleistung fester Schlafplätze für die ärmsten Kinder und Jugendlichen und den weiteren Ausbau einer Schule in Kameruns Hauptstadt Yaoundé vorsieht. Diese Einrichtung, die bereits auf seine Initiative und Arbeit hin errichtet wurde, beherbergt inzwischen rund 1000 Schüler und bietet ihnen die unschätzbar wertvolle Möglichkeit geregelter Bildung in einen geschützten Rahmen.

Ergreifend wirkte auf die Schüler das von Ateba Edo angeführte Zitat eines kamerunischen Kindes: „'Weißt du, Bischof Bruno, was ich mir zum Geburtstag wünsche?' Ich sagte, nein. Das Kind antwortete: 'Ich wünsche mir, dass ich zur Schule gehen kann, sauberes Wasser trinken und eine warme Mahlzeit bekommen kann.' “ Freiwillig zur Schule gehen - ein interessanter Gedanke, der aus der Sicht der Siebener zwar schon fast ironisch wirkte, sie aber vor allem für diese ganz andere Lebenswelt sensibilisierte. Dies zeigten auch die anschließenden Fragen der Schüler, da deren Bandbreite von der Natur und Tierwelt Kameruns über den schulischen und familiären Alltag der Kinder bis hin zu den Motiven und Zielen der Boko Haram für ein reges Interesse sprach.

Mit von der Partie waren auch in diesem Jahr drei Vertreterinnen des Eine-Welt-Kreises Limbach, die die Arbeit Ateba Edos bereits seit seiner Zeit als Pater der Pallottiner unterstützen und regelmäßig auch einige Projekte und Aktionen gemeinsam mit uns durchführen. Umrahmt war dieses Programm der von den Fachschaften Religion organisierten Veranstaltung von einer kleinen Ausstellung mit RollUps, Plakaten und einigen Exponaten aus Kamerun, die die Schülerinnen und Schüler vorab in Augenschein nehmen konnten. 

Und ein Ereignis durfte selbstverständlich auch nicht fehlen: Auch in diesem Jahr war die Schulgemeinschaft des Johannes-Kepler-Gymnasiums fleißig, um über verschiedene Aktionen, Projekte und Spenden das Wirken des Bischofs vor Ort finanziell unterstützen zu können. Aus einem Teil der Spenden unseres Benefizlaufs, dem Verkaufserlös des von den Fachschaften Religion durchgeführten Bastelstübchens beim jährlichen Adventskonzert unserer Schule, dem Kuchenprojekt der Klassen 7a, 10c und 10d sowie dem Gewinn der Fair Trade-Ladens unserer Schule erzielten wir wieder ein tolles Ergebnis von 2000 €, die unser Schulleiter Herr Herrmann stolz Bischof Ateba Edo überreichte.


Info-Mobil am JKG: Der missio-Truck informiert über Menschen auf der Flucht

18 Tonnen schwer und 20 Meter lang ist der waschechte Truck, der vom katholischen Hilfswerk missio zu einem Infomobil umgebaut wurde und als Bildungsmedium durch die deutschen Bistümer reist. Am 20.05.2019 wird er auf Initiative der Fachschaften katholische und evangelische Religion Station am Johannes-Kepler-Gymnasium Lebach machen, um den Schülern der Klassenstufe 9 auch mithilfe interaktiver Elemente das Thema Flucht und Fluchtursachen zu vermitteln.

„Pack Dein Leben zusammen!“, schwieriges Ankommen und Aufbau eines neuen Lebens als Binnenflüchtling in Afrika – so lauten einige der Stationen in dieser mobilen Ausstellung. Am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo werden die Besucher für dieses Thema sensibilisiert, aber keineswegs allein durch Schautafeln oder reine Infovermittlung. Stattdessen werden die Inhalte durch multimediale Elemente wie Computerspielstationen, Hörspiele, interaktive Bildschirme und weitere, oftmals sogar authentische Ausstellungsobjekte vermittelt, wodurch es möglich wird, selbst in die Rolle eines vertriebenen und flüchtenden Menschen zu schlüpfen und dessen Perspektive einzunehmen.

Darüber hinaus werden auch die Situation von Flüchtlingen in Deutschland und die oftmals unbewusste Verstrickung der Besucher in Fluchtursachen thematisiert, gleichzeitig aber auch konkrete Handlungsmöglichkeiten, um diesen angemessen und nachhaltig zu begegnen.

Die Idee, den Missio-Truck  auch für unsere Schule zu mieten, entstand im Rahmen der Teilnahme einer Gruppe interessierter Schüler des JKG am Katholikentag in Münster im vergangenen Jahr. Hier hatten die betreuenden Lehrer Frau Reichert-Alt und Herr Müller die Möglichkeit, einen der beiden in Deutschland eingesetzten Infotrucks zu besichtigen. Dessen Potential für den Einsatz in unserer Schule liegt auf der Hand: Zum einen spielen Migration und deren Ursachen eine Rolle in den Fächern katholische und evangelische Religion, gleichzeitig bestehen aber auch Schnittstellen zu dem an unserer Schule und gerade in diesen Fächern inzwischen verstärkt fokussierten Thema Nachhaltigkeit. Daher freuen wir uns, unseren Schülern in Zusammenarbeit mit der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier im anregenden und authentischen Ambiente des Trucks dieses so wichtige Thema praxisnah näherbringen zu können!


Fünftklässler begegnen dem Aschermittwoch

Mit dem Lied "Danke für diesen guten Morgen" starteten unsere Schüler der Klassenstufe 5 in die erste Feier eines Aschermittwochsgottesdienstes am JKG in der Michaelskapelle. Nachdem wir uns bereits im Vorfeld im Unterricht etwas näher mit diesem Tag, seiner Bedeutung und seinen besonderen Bräuchen auseinandergesetzt hatten, wollten wir von Diakon Michael Stephan, der den Wortgottesdienst leitete, mehr über das Fest erfahren.

Dieser stellte den Aschermittwoch in Verbindung zum Karneval, der mit seiner lustigen und ausgelassenen Stimmung direkt vor dem Fest liegt, und verglich die beiden Anlässe mit einer Wunderkerze. So, wie auch unsere gute Laune, die wir gerade an den Fastnachtstagen erleben, durch Sorgen und Unsicherheiten plötzlich wieder verfliegen kann, leuchtet eine Wunderkerze auf und verbreitet Licht und Funken, aber danach bleibt zunächst einmal nur Asche zurück. Und oftmals erkennt man im üblichen Trubel und all dem, was man sich gezwungenermaßen oder auch freiwillig und unbemerkt an Lasten auflädt, nicht, worauf es in einem solchen Moment ankommt.

Aber das Gefühl, gerade dann nicht alleine zu sein und auf andere Menschen oder auch Gott bauen zu können, lässt uns vielleicht auch wieder Hoffnung schöpfen und neue Kraft finden - genauso, wie Diakon Michael Stephan erklärte, wie auch aus fruchtbarer Asche neues Leben entstehen kann. Und gerade das kann auch durch den Verzicht auf unnötige Lasten möglich sein, wofür die Fastenzeit ohnehin steht. Dass in dem Zusammenhang von Schülerseite natürlich auch mal Hausaufgaben als durchaus verzichtbare Last genannt werden, versteht sich dabei natürlich schon fast von selbst - aber sogar ein Handy- und "Zockfasten" fiel einigen von ihnen als möglichen Verzicht von unnötigem Ballast ein.

Solche Ideen und Möglichkeiten, die Fastenzeit zu nutzen, hielten wir auf kleinen Zetteln fest, die zusammen zu einem Regenbogen als Hoffnungszeichen geklebt wurden und nun in unserem Gebäude I betrachtet werden können. Und selbstverständlich durfte auch das Erkennungsmerkmal des Aschermittwoch schlechthin nicht fehlen: Am Ende des Wortgottesdienstes erhielten alle Schüler und Lehrer ein Aschekreuz entweder auf die Stirn oder auf die Hand, als Zeichen, auch in Momenten der Stille und Unsicherheit tätig werden zu können und Gutes zu tun.

So erlebten wir eine schöne und anschauliche Veranstaltung, die musikalisch von Herrn Zimmermann untermalt wurde. Wir danken herzlich dem Diakon Herrn Stephan und unserer Lehrerin Frau Claudia Zimmer für die Vorbereitung und Durchführung der gemeinsamen Aktion!


Bischof Bruno Ateba Edo besuchte auch in diesem Jahr das JKG

"70?!" Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 des Johannes-Kepler-Gymnasiums konnten es kaum glauben, was sie da über die Verhältnisse in den Regelschulen des zentralafrikanischen Staates Kamerun hörten. Exakt diese Zahl nannte der aus diesem Land stammende Bischof Bruno Ateba Edo nämlich auf die Frage eines Schülers hin, wie viele Kinder und Jugendliche eine kamerunische Klasse umfasst.

Auch in diesem Jahr besuchte Bischof Bruno unsere Schule, um uns in der Michaelskapelle über das Leben von Kindern und Jugendlichen in seiner Heimat zu informieren und uns seine Projekte vorzustellen, die er zu deren Wohl vor Ort leitet. Zu diesen zählen der Anbau neuer Gebäude und Räume an eine Schule in Yaoundé, Kameruns Hauptstadt, die er bereits in der Vergangenheit mit der tatkräftigen Unterstützung des Eine-Welt-Kreises Limbach gründen und aufbauen konnte. Rund 1.000 Schülern bietet diese Einrichtung zurzeit die Möglichkeit, dem verhängnisvollen Kreislauf aus Armut, schlechter Bildung und daraus resultierender neuerlicher Armut zu entkommen und ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Der ebenfalls von Ateba Edo vorangetriebene Bau zusätzlicher Schlafsäle eröffnet zusätzlich auch Yaoundés Straßenkindern die Chance auf eine Grundversorgung und Schutz vor Kriminalität.

Ateba Edo selbst lebt seit seiner im April 2014 erfolgten Ernennung zum Bischof der nordostkamerunischen Diözese Maroua-Mokolo, in einer einfachen Hütte, die der der Bevölkerung ringsum entspricht. Da sein Bistum an das von islamistischen Übergriffen geplagte Nigeria grenzt, kennt auch er die Herausforderungen im Umgang mit Menschen, die aus Angst um ihr Leben und ihre Familien als Flüchtlinge in seinen Seelsorgebereich kommen. Jenseits von Glaubensgrenzen zwischen Christen und Muslimen geht es hierbei vor allem darum, solidarisch zu sein, einander zu helfen und zu unterstützen - eine Herausforderung, der sich der Bischof wie die Bevölkerung Maroua-Mokolos in oder trotz der eigenen Armut vorbildlich stellen.

Eingebettet war Ateba Edos Besuch in einen musikalischen Rahmen für den der ebenfalls aus Kamerun stammende Pater Alois sorgte: Mit bekannten, aber afrikanisch interpretierten Melodien auf einem der Marimbaphone des JKG sorgte er zu Beginn der Begegnung für afrikanischen Flair in der Kapelle. Der anschließende kurze, aber eindrückliche Vortrag des Bischofs erregte deutlich das Interesse der Schüler, was sich auch in ihren Fragen widerspiegelte. Einen solchen Einblick in eine scheinbar ganz andere Welt zu bekommen, die dennoch Teil unserer eigenen ist, noch dazu aus erster Hand, hat eine besondere Qualität für einen neuen Blick auf die eigene Umwelt, die wir unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen wollen.


Michaelskapelle feierlich wiedereröffnet

Am Montag, den 6. Februar 2016, fanden die rund achtjährigen Vorarbeiten und Bemühungen zur Erhaltung der Michaelskapelle auf unserem Lebacher Schulcampus mit deren Wiedereröffnungsfeier einen erfolgreichen Ab-schluss.
Die Veranstaltung führte Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und andere Mitglieder der zahlreichen Schulgemeinschaften, Finanzminister Stephan Toscani und weitere Vertreter der Politik, des Deka-nats Dillingen und des Bistums Trier zusammen, um gemeinsam zu feiern. Neben Grußworten, einer Präsenta-tion und einem spirituellen Impuls wurde die Feier durch musikalische Beiträge von Schülergruppen der umlie-genden Schulen getragen. Jedes gesprochene und gesungene Wort wurde stets in Gebärdensprache über-setzt; die in neuem Weiß erstrahlenden Kirchenwände wurden effektvoll beleuchtet und die jungen Chorstim-men bewegten im wundervollen Hall des Raumes die Zuhörer.
Klasse 7b des JKGs überzeugt durch Klassenchor
Das Johannes-Kepler-Gymnasium war durch den Klassenchor der 7b unter der Leitung von Frau Grüner vertre-ten. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten den im zweistündigen Musikunterricht einstudierten Song „Count on me“ von Bruno Mars. In Anbetracht der Tatsache, dass lediglich die ersten Wochen des Jahres als Probezeit zur Verfügung standen, beeindruckte die Klasse durch ihren auswendig und zweistimmig vorgetrage-nen Beitrag.
Der Auftritt, der als Ergebnis eines handlungs- und produktorientierten Musikunterrichts zu verstehen ist, steht stellvertretend für den überwiegend musikpraktisch ausgerichteten Musikunterricht am JKG. Neben Bläser- und Bandklassen in den Klassen Fünf bis Sieben nimmt das Klassenmusizieren auch in anderen Klassen einen wichtigen Platz ein. Wie Schülerinnen und Schüler von einem auf die Musikpraxis abzielenden Unterricht profi-tieren, zeigt die Auftrittserfahrung der 7b.
Nach Aussage der Schülerinnen und Schüler sei es spannend „rauszukommen“, etwas vorzutragen und sich zu trauen. Die Michaelskapelle bot für einen Auftritt eine besondere Atmosphäre und ein außergewöhnliches Klangerlebnis. Die Probearbeit, die auch Stimmbildung beinhaltete, habe ihnen geholfen, etwas über sich selbst zu erfahren sowie sich in der Gruppe zu erleben. Die Mädchen und Jungen der Klasse waren stolz darauf, in so kurzer Zeit etwas auf die Bühne gebracht zu haben und hoffen, auch zukünftig ihre Freude am gemeinsamen Singen nach außen tragen zu können. Die Michaelskapelle wird zweifelsohne dafür gerne ihre Pforten öffnen.

Die Michaelskapelle im Wandel der Zeit
Mit der Wiedereröffnung der Michaelskapelle beginnt ein neues Kapitel in der bewegten Geschichte des Ge-bäudes, das kurz vor dem Zweiten Weltkrieg ursprünglich als Fahrzeughalle für die Kasernenanlage ringsum konzipiert und ab 1938 errichtet worden war.
Nachdem der Bau während des Krieges vorrangig als Kriegslazarett und nach dessen Ende zur Unterbringung von displaced persons (der vormals nach NS-Deutschland verschleppten ehemaligen Zwangsarbeiter) diente, kann für das Jahr 1950 nach umfassenden Sanierungsarbeiten eine erstmalige Nutzung als Kapelle nachge-wiesen werden. Die Umfunktionierung fällt in etwa in die gleiche Zeit wie die Gründung bzw. Neugründung der Schuleinrichtungen (wie bspw. die des Johannes-Kepler-Gymnasiums 1956) und des Lehrerseminars in den ehemaligen Kasernengebäuden des Campus, die die Kapelle nutzten. Dadurch wurde aus einem Ort militäri-schen Drills ein Ort der (Gottes-)Begegnung, an die Stelle der Soldaten traten Schüler, Lehrer und zunehmend auch die Lebacher Bevölkerung, bei der die Kapelle noch immer ein hohes Ansehen genießt und mit vielen per-sönlichen Erinnerungen verbunden ist.
Bis Mitte der Achtzigerjahre zeigten sich jedoch bauliche Mängel, die gottesdienstliche Nutzung kam in den bei-den folgenden Jahrzehnten nahezu zum Erliegen. Der Dornröschenschlaf der Kapelle endete erst wieder mit dem Jahr 2008. Seitdem setzte sich eine Interessengemeinschaft der fünf Schulen des Campus, in der auch
das Johannes-Kepler-Gymnasium vertreten ist, nachdrücklich für die Sanierung des Gebäudes ein. Seit 2012 trägt dieses Gremium den Namen "Projekt Micha". Im Verbund mit der Schulabteilung des Bistums Trier, den zuständigen Jugendseelsorgern vor Ort sowie dem Finanzministerium des Landes als Eigentümerin des Ge-bäudes entstanden aus der hohen Motivation dieser Gruppe heraus konkrete Renovierungspläne sowie Ideen und Projekte zur Reaktivierung und stärkeren Einbindung der Kapelle in das Schulleben vor Ort.
Die Michaelskapelle als Ort der Begegnung und Erfahrung
Ziel der vielfältigen Angebotsmöglichkeiten und Projektgruppen ist es, die Kapelle für die unterschiedlichen Jahrgänge, Altersstufen und Anforderungen der Kinder und Jugendlichen des gesamten Campus spezifisch zu nutzen und sie dadurch neuerlich zu einem ganz persönlichen Ort der Begegnung und Erfahrung werden zu lassen. So bietet beispielsweise der langsam zur Tradition werdende, einmal pro Halbjahr veranstaltete Couch-tag für die Klassenstufen 10 einen vielbesuchten und liebgewonnenen Platz zum kurzweiligen Ausspannen vom üblichen Schulalltag. An dessen Planung und Durchführung sind insbesondere auch Schüler beteiligt, mit Phi-lipp Löcherbach und Jakob Sauer auch zwei Vertreter des JKG.
Das wöchentliche Angebot von "Micha am Mittag" richtet sich vor allem an die Klassenstufen 8 und 9, um die gemeinsamen Freistunden in der sechsten bzw. siebten Stunde montags und dienstags spielend, miteinander redend, Hausaufgaben vorbereitend oder schlicht und ergreifend einfach nur mal „chillend" verbringen zu kön-nen. Auch für die Klassenstufe 7 hat das Johannes-Kepler-Gymnasium in der zurückliegenden Adventszeit in der Kapelle erstmals einen spirituell-meditativ ausgerichteten Adventsimpuls angeboten, der vonseiten der Schüler auf rege Beteiligung und Interesse stieß und daher eine Wiederholung und Ausweitung des Angebots als sinnvoll erscheinen lässt.


Wozu eigentlich Religionsunterricht?

Im Fach Religion geht es um weit mehr als bloße Vermittlung fachspezifischer Kenntnisse. Es bietet vielmehr Gelegenheit zum Innehalten und damit Raum und Zeit, um über Gott und die Welt nachzudenken. Dies bedeutet, aktuellen Fragestellungen nachzugehen, Sinn- und Lebensfragen der Schüler zu thematisieren und Möglichkeiten der Orientierung für den eigenen Lebensentwurf zu finden. Somit werden neben den Lehrplanthemen immer wieder Themen wie beispielsweise „Sterben und Tod“ oder „Sinn des Lebens“ berücksichtigt.

Zudem geht es im Religionsunterricht wie in jedem anderen Fach auch um Wissensvermittlung. Der Religionsunterricht möchte in erster Linie dazu beitragen, dass Schüler die Wurzeln und Ausdrucksformen ihrer Lebenswelt, welche nach wie vor von christlichen Traditionen, Literatur und Kunst geprägt ist, kennen und verstehen lernen. Darüber hinaus sollen die Schüler und Schülerinnen angesichts der pluralen Gesellschaft, in der sie aufwachsen, auch andere Religionen und Lebenskonzepte erfahren und schätzen lernen.

Der Religionsunterricht trägt somit zum Verständnis sowohl der eigenen Religion als auch fremder Religionen bei und fördert auf diese Weise die Entwicklung der Persönlichkeit. Deshalb ist in unserem Unterricht auch Platz für Schüler, die einer anderen Religion angehören, und ausdrücklich auch für diejenigen, die keiner Religion verbunden sind.


Ziele des Unterrichts

Wir orientieren uns an den fünf zentralen Kompetenzen, die die Kultusministerkonferenz in den Einheitlichen Prüfungsanforderungen (EPA) für die Abiturprüfung Katholische Religionslehre festgelegt hat:

1. Religiös bedeutsame Phänomene wahrnehmen und beschreiben,

2. religiös bedeutsame Sprache und Zeugnisse verstehen,

3. in religiösen und ethischen Fragen begründet urteilen,

4. am religiösen Dialog argumentierend teilnehmen und

5. religiöse bedeutsame Ausdrucks- und Gestaltungsformen reflektiert verwenden.


Wie gestallten wir den Unterricht?

In unserem Unterricht bemühen wir uns um unterschiedliche Methoden und Herangehensweisen. Ziel ist es, die Selbsttätigkeit von Schülern zu fördern, indem sie nach Möglichkeit weitgehend selbstständig und produktiv an Themen arbeiten. Darüber hinaus versuchen wir, den klassischen Schulalltag durch Exkursionen, Projekte oder Einladung von Experten zu bereichern. Zudem engagieren wir uns bei  verschiedenen Aktionen wie z. B. für unsere Partnerschule in Bolivien.


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