Geschichte

StRin Nicole Uwer StR'in Sarah Altmaier StR Dr. Horst Schichtel
FLin Elisabeth Paulus StR'in Simone Schwarz  

Wozu Geschichte?

Wir leben doch nicht in der Vergangenheit, sondern im Hier und Heute!

Wozu soll man sich also überhaupt mit der Geschichte beschäftigen?

Dem Unterrichtsfach Geschichte kommt in der Schule eine zentrale Bedeutung zu: Es befähigt die Schüler dazu, historisch- politisches Bewusstsein zu entwickeln und es zeigt, wie man aus geschichtlichen Abläufen und Strukturen wichtige Erkenntnisse für die eigene Lebenswirklichkeit und Zukunft ableitet.

Gerade das Fach Geschichte trägt entscheidend zur Herausbildung der sozialen Schlüsselkompetenzen bei. Sie sind im Zeitalter der Globalisierung und der multikulturellen Gesellschaft von immenser Bedeutung. Die Schüler werden darin unterstützt, ihre eigene Rolle innerhalb der Gesellschaft zu finden. Sie werden motiviert, sich bewusst für die Werte der freiheitlichen Demokratie zu entscheiden und politischen Extremismus abzuwehren und sie erhalten Impulse, eine tolerante und zugleich kritische Haltung gegenüber anderen Kulturen und Ideologien zu entwickeln.

Das Fach vermittelt den Schülern die Fähigkeit, historische Prozesse zu reflektieren und somit zu eigenen Standpunkten und eigenständigen Urteilen zu gelangen. Dies wiederum ist die wichtigste Grundlage für gesellschaftliches und sogar politisches Engagement in jungen Jahren.

Auf fachlichem Gebiet erwerben die Schüler im Fach Geschichte Kenntnisse über wichtige Ereignisse und Entwicklungen der nationalen, europäischen und zuweilen außereuropäischen Geschichte. Wann immer es sich anbietet, werden auch Beispiele historischer Entwicklungen aus dem regionalgeschichtlichen Kontext herangezogen.

Überdies ist das Fach Geschichte unerlässlich dafür, ein Verständnis für die Bedeutung historischer Rahmenbedingungen zu entwickeln; gerade sie sind bedeutsam für alle geschichtlichen Ereignisse. Nur wenn Schüler verstehen, dass historische Ereignisse der Gegenwart stets nur vor dem Hintergrund der Vergangenheit zu erklären sind, können sie Entwicklungen in ihrer eigenen Lebenswelt kritisch prüfen und mitgestalten.

Denn aus der Geschichte zu lernen, kann immer auch bedeuten, sich bewusst für ein friedliches Zusammenleben der Menschen einzusetzen.

Darüber hinaus sind viele unserer heutigen Traditionen in der Vergangenheit begründet und ein Blick zurück kann ihre Entstehung erklärbar machen. Dabei können es nicht nur bedeutsame Schriftquellen sein, die uns die Geschichte lehren, sondern auch Alltagsgegenstände oder Anekdoten der eigenen Großeltern.

Im Rahmen des fächerübergreifenden schulischen Lernens vermittelt und vertieft das Fach Geschichte zentrale methodische Kompetenzen: Die Schüler lernen, Quellentexte, historisches Bildmaterial, Karikaturen, Grafiken etc. auszuwerten und zu interpretieren.  Sie erfahren, wie man gemeinsame Lösungsstrategien für (historische) Problemstellungen herausarbeitet und sich argumentativ mit (historischen) Urteilen auseinandersetzt.

Damit ist das Fach dem Prinzip der Multiperspektivität verpflichtet.


Ziele des Geschichtsunterrichtes

Unsere Ziele sind, dass die Schüler und Schülerinnen am Ende ihrer gymnasialen Schulzeit …

  • … fähig sind, sich durch einen kritischen Umgang mit Quellen und Darstellungen Wissen über die Vergangenheit anzueignen.
  • … verstehen, dass historische Entwicklungen die Gegenwart und somit auch ihre eigene Lebenssituation entscheidend geprägt haben.
  • … grundlegende Merkmale historischer Epochen kennen und zentrale Ereignisse chronologisch einordnen können.
  • … kausale und zeitliche Zusammenhänge erklären können.
  • … durch die Beschäftigung mit dem Lauf der Geschichte sich darüber bewusst sind, dass Veränderungen des Bestehenden nie von selbst eintreten, sondern Engagement erfordern und somit motiviert sind, an der Gestaltung der eigenen Zeit mitzuwirken.
  • … Fehlentwicklungen der Geschichte erkennen und daraus positive Handlungsweisen für die Zukunft entwickeln.
  • … wissen, dass es keine „objektive Geschichte“ gibt, sondern dass die Wahrnehmung und Deutung geschichtlicher Ereignisse individuell erfolgt und bedingt ist von Zeitumständen, Sozialisation, Interessen, Bedürfnissen,  politischen Überzeugungen, etc.
  • … angesichts der Multiperspektivität von Geschichte ein eigenes reflektiertes Urteil fällen können.

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