Schulkonzept


Das Konzept des Johannes Kepler Gymnasiums

Unser Schulkonzept wird durch eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Schüler- und Elternschaft sowie durch Mitglieder des Kollegiums vorbereitet und entworfen. Es wird durch alle am Schulleben Beteiligten diskutiert. Es wurde durch die Schulkonferenz des JKG am ... durch Beschluss für verbindlich erklärt. 

Mit dem Schulkonzept will das JKG auf die Anforderungen, die heute an eine moderne Schule gestellt werden, in ausgeprägter Weise eingehen, indem das pädagogische Profil, die wissenschaftsorientierte Unterrichtsarbeit, die Erziehungstätigkeit  und das Verhältnis der Schule zu ihrem gesamten Umfeld verdeutlicht werden. Es ist Orientierung für alle, die zur Schulgemeinschaft des JKG gehören. 

Das Schulkonzept des JKG versteht sich nicht als starre, sondern als flexible Grundlage, die weiterentwickelt wird und bei Bedarf entsprechenden zukünftigen Notwendigkeiten Rechnung trägt. Es wird als allen Angehörigen der Schulgemeinschaft gemeinsames Instrument verstanden, den jeweils erreichten Stand des JKG zu reflektieren, Ziele zu setzen, Prioritäten zu bestimmen und Wege der Verwirklichung zu beschreiben.

Pädagogische Leitgedanken

Pädagogische Leitgedanken

Das JKG versteht seinen gesellschaftlichen Auftrag in der Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten und Werten sowie in Beiträgen zur Ausbildung von Menschen zu autonomen Persönlichkeiten, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind: Dies artikuliert sich in einer kritischen Offenheit gegenüber geschichtlichen, ökonomischen, wissenschaftlichen und kulturellen Prozessen.  

Wir sehen in der Individualität des Menschen die Grundlage für Selbstverantwortung und Verantwortung für die Gemeinschaft bzw. Gesellschaft. Diese doppelte Verantwortung wird am JKG in gemeinsamer Erziehungstätigkeit von Eltern und Kollegium gefördert. Schülerinnen und Schüler sollen bspw. durch die Übernahme von Aufgaben und Ämtern zu sozialer Verantwortung motiviert werden. 

Diese Individualität ist gebunden an den Grundwert der menschlichen Würde, die von jedem in jeder Situation gegenüber einem anderen zu respektieren ist. 

Hieraus ergeben sich die Ziele, die das Leben in der Schulgemeinschaft des JKG prägen müssen: Gewaltfreiheit, Gleichberechtigung, ein humaner, toleranter und gerechter Umgang miteinander, auch in weltanschaulichen Fragen. Dazu werden auch der Respekt vor dem Eigentum anderer sowie dem der Gemeinschaft gerechnet, ebenso gegenseitige Rücksichtnahme gerade gegenüber Schwächeren. Die Einhaltung der gemeinsamen ordnenden Leitgedanken dient der Sicherung der individuellen Freiheit. 

Mit dem Begriff der Individualität wird verbunden, dass die individuelle Leistungsbereitschaft und Leistung Einzelner sowohl im Bereich von Wissen und Fertigkeiten als auch im sozialen Bereich gefördert und gefordert wird. Eine aufgeschlossene und anstrengungsbereite Arbeitshaltung wird von jedem Mitglied der Schulgemeinschaft erwartet.  

Persönlichkeitsbildung, Vermittlung von Wissen und Werten geschehen im Unterricht und in unterrichtsbegleitenden Aktivitäten: Die pädagogischen Leitgedanken artikulieren sich im Alltag der Schulgemeinschaft JKG. Insofern gilt, dass der Mensch, ob Schülerin, Schüler, Erziehungsberechtigte, Eltern, Lehrerinnen, Lehrer oder Verwaltungsmitarbeiter Maßstab unseres Handelns als Schulgemeinschaft ist und die Qualität des Handelns bestimmt.  

Das JKG empfiehlt, dass ausgehend von den Eingangsklassen jeweils „Klassenregeln“ oder spezifische Zielvereinbarungen über das Verhalten in den Klassen vereinbart werden, die die Umsetzung der Leitgedanken im Schulalltag fördern.

Die einzelnen Profilbereiche bzw. Fächer des JKG sehen ihre Ziele und Schwerpunkte aus ihrem je eigenen Selbstverständnis. Das JKG legt auch Wert auf wichtige, die einzelnen Fächer übergreifende Leitideen, die sich aus dem Selbstverständnis des JKG ergeben.  Folgende Leitideen werden durch konkrete Aktivitäten umgesetzt. Die Aufstellung versteht sich als offen und erweiterbar.

Alltäglicher Lebensbereich

Das JKG als alltäglicher Lebensbereich

Da Schülerinnen, Schüler, Verwaltungspersonal und das Kollegium einen großen Teil ihres Arbeitstages auf dem Gelände und in den Räumen des JKG verbringen, werden diese nach den Erfordernissen der jeweiligen Tätigkeit, Arbeit oder allgemeinen Bedürfnissen gestaltet. 

Die Arbeitsräume sind zweckgemäß, modern und nach Möglichkeit ansprechend einzurichten. Dabei ist auf Sauberkeit und allgemeine Ordnung zu achten. Durch die Übernahme von Reinigungsdiensten (Tafeldienst, Hofdienst ...) wird sowohl der Alltag an der Schule als auch das gesellschaftliche Prinzip der Verantwortung für die Allgemeinheit gefördert. Die Gestaltung von Klassen-, Funktionsräumen oder anderen Räumlichkeiten kann in pädagogisch sinnvoller Weise durch Schüler erfolgen. 

Die in Zusammenhang mit G8 geplanten Schüleraufenthaltsräume, die vorhandenen Schülerbibliotheks- und SV-Räume, das Elternsprechzimmer und die Lehrerzimmer dienen in besonderer Weise der Ausgestaltung des Lebensbereichs JKG, da sie als Orte der Kommunikation oder der kurzzeitigen Erholung anzusehen sind. Ihnen muss bei der Ausstattung besonderes Augenmerk zufallen. 

Die genauen Einzelheiten des JKG als alltäglichem Lebensbereich werden durch die Schulordnung bzw. durch Festlegungen der Schulleitung bzw. der Schulkonferenz geregelt.

Schulprofil des JKG

Schulprofil des JKG

Schulprofil und Schulkonzept des JKG ergänzen und bedingen einander. 

Das JKG ist ein mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium mit dem zusätzlichen Schwerpunkt des modernen Fremdsprachenzweigs Spanisch. Diese Ausrichtung soll jungen Menschen eine solide und sinnvoll breit gefächerte Ausbildung ermöglichen, die in besonderer Weise auf die Anforderungen einer modernen, auf Europa und die Welt ausgerichteten Zukunft vorbereitet. Mit der klaren Ausrichtung auf Mathematik und die Naturwissenschaften einerseits und moderne Fremdsprachen andererseits ergibt sich ein unterscheidendes  Profil. In diesem Profil arbeitet das JKG qualitätsvoll. Durch dieses Grundkonzept können sich Schülerinnen und Schüler präzise und einfach orientieren.  

Im Hinblick auf den Bildungsabschluss Abitur unter den Voraussetzungen des achtjährigen Gymnasiums wird die Fähigkeit zum erfolgreichen Abschluss weiterer Ausbildungsschritte, besonders auch an Fachhochschulen und Universitäten, angestrebt. In diesem Sinne wird auf die Erfüllung bereits gegebener oder zukünftiger landesweiter,  nationaler und internationaler Bildungsstandards konsequent hingearbeitet, über ihre Erfüllung soll sich die Schule Rechenschaft geben. 

Das JKG sieht in einem qualitätsvollen Fachunterricht die Voraussetzung zur Erreichung der in den Lehrplänen formulierten Lernziele gegeben. Darüber hinaus wird das Fächer übergreifende Lernen als sinnvolle Ergänzung gesehen. Der Fachunterricht wird durch unterstützende Maßnahmen begleitet, z.B. durch Arbeitsgemeinschaften. Von den Unterrichtenden ist angemessen methodisch vorzugehen, wobei methodische Innovationen sinnvoll angewendet werden. 

Das JKG kooperiert im Interesse seiner Schülerinnen und Schüler mit anderen Schulen, Bildungseinrichtungen und der Universität des Saarlandes. 

Das JKG verfügt über viele hervorragend ausgestattete Funktionsräume für die einzelnen Fächer. In der konsequenten Nutzung dieser Möglichkeiten und deren weiterem Ausbau wird eine Möglichkeit zur Sicherung eines qualitätsorientierten Unterrichts gesehen.

Der Profilbereich Mathematik und Naturwissenschaften 

Dieser Schwerpunkt des Schulprofils trägt den Anforderungen einer modernen Gesellschaft Rechnung, die auf Information, Technologie und den verschiedenen Ingenieur- bzw. Naturwissenschaften wesentlich aufgebaut ist. Das JKG vermittelt seinen Schülerinnen und Schülern eine vertiefte mathematisch-naturwissenschaftliche Grundbildung. Es baut ein Fundament an Wissen und Fähigkeiten auf, das anschlussfähig ist, d.h. ein selbstständiges Weiterlernen ermöglicht. Die Schülerinnen und Schüler lernen den sicheren Umgang mit mathematischen Begriffen, Symbolen und Verfahren als Teil einer Kulturtechnik unserer Gesellschaft. Sie lernen überdies Grundkenntnisse naturwissenschaftlicher Phänomene und Zusammenhänge sowie ein Grundverständnis naturwissenschaftlicher Erkenntnismethoden als Voraussetzung einer Möglichkeit der Welterschließung. Das JKG will Interessen und Kenntnisse von Kindern und Jugendlichen in diesem Bereich schwerpunktmäßig fördern, indem im mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig der Unterricht in Mathematik, Physik, Biologie und Chemie verstärkt erteilt wird. Die seit langem anerkannte besondere Kompetenz des JKG in diesem Profilbereich soll auch in Zukunft bestehen bleiben. In Ergänzung dieses Profils wird das Fach Informatik in der Sekundarstufe II unterrichtet.

In diesem Profilbereich wird in einem dem jeweiligen Lernalter angemessenen Rahmen die Fähigkeit ausgebildet, auch in der Oberstufe des Gymnasiums einem an wissenschaftlichen Kriterien ausgerichteten Unterricht in Grund- und Leistungskursen teilzunehmen. Damit verbunden ist das Ziel, methodisch korrekt zu einem eigenständigen Urteil sowohl in Sachfragen der Mathematik und Naturwissenschaften zu gelangen als auch die Grenzen dieser Perspektive auf die Wirklichkeit zu erkennen. 

Im Einzelnen wird der Fachunterricht durch folgende Maßnahmen begleitet: 

  • Teilnahme an Wettbewerben wie bspw. Schüler experimentieren, Jugend forscht, Mathematik- und Physikolympiade, Bundeswettbewerb Mathematik und Physik sowie weiteren regionalen oder nationalen Wettbewerben 
  • Das JKG strebt die Mitgliedschaft an der „Kepler-Gesellschaft“ an, um so durch Wettbewerbe bzw. Vorträge usw. im Sinne des Namensgebers der Schule wissenschaftlich aktiv zu sein. 
  • In den Naturwissenschaften wird ein Unterricht geführt, der dem  Beobachten, Beschreiben, Schließen und Finden bzw. Formulieren von Naturphänomenen verpflichtet ist. Experimenten und eigenen Tätigkeiten wird besonderer Raum gegeben. Dazu dienen altersangemessen schon bislang erfolgreiche Lerntätigkeiten bspw. in der Biologie-AG in den Eingangsklassen oder in den AGs Chemie und Physik oder Informatik. Mit dem Physik-Zirkel verfügt das JKG über ein im Saarland besonders beachtetes Instrument der Förderung interessierter Schülerinnen und Schüler. Das JKG unterstützt besonders begabte Schülerinnen und Schüler bei der Teilnahme am Juniorstudium bzw. Förderkursen der Schülerakademie. 
  • Das JKG ist dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet und fördert ein ökologisch verantwortliches Handeln. Unter diesem Aspekt betont es den Zusammenhang von natur- und raumwissenschaftlichen, gesellschaftlichen und ethischen Handeln. 
  • Der ITG-Unterricht vermittelt möglichst früh Grundkenntnisse in der Schlüsselqualifikation Umgang mit dem PC und Anwendung relevanter Programme. 
  • Im mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig der Sekundarstufe I wird in den Fächern
  • Physik und Chemie ein Schülerpraktikum durchgeführt, das in den Unterricht integriert ist. 
  • Das JKG bietet das Fach „Physik und Medizin“ in der Oberstufe an, mit dem physikalische Hintergründe medizinischer und biologischer Abläufe an Beispielen des Sehens, Hörens, Fühlens verdeutlicht werden. 
  • In der Oberstufe wird das Fach „Technik“ in Kooperation angeboten. 
  • Das JKG bemüht sich um die Partnerschaften zu Industriebetrieben. 
  • Das JKG unterstützt Schülerinnen und Schüler bei der Vermittlung von Stipendien.

Sprachlicher Profilbereich

Im sprachlichen Profilbereich des JKG stehen zwei Schwerpunkte im Vordergrund: Deutsch und drei Fremdsprachen.

Deutsch

  • Der Deutschunterricht vermittelt fundamentale Kulturfertigkeiten im Bereich Lesen, Schreiben, Sprechen, Reflektieren.  
  • Ein sicherer und ästhetischer Gebrauch der deutschen Sprache ist unabdingbare Voraussetzung jeglicher Kommunikation im gesamten Bildungsbereich und Alltag. Der Deutschunterricht vermittelt Kommunikationsfähigkeit als Voraussetzung für Toleranz, wesentliche Elemente der Werteerziehung und bietet die Möglichkeit, durch Reflexion und Kritikfähigkeit die eigene Identität auszubilden. Dazu gehört auch das Wissen über die eigenen kulturellen Wurzeln, die wesentlich in der deutschen Sprache und Literatur gegeben sind. Der Deutschunterricht bietet die Chance, in der Auseinandersetzung mit bedeutsamen kulturellen Traditionen Distanz zu sich selbst zu finden und auf diesem Weg der Selbstvergewisserung soziale Verantwortlichkeit und den Respekt vor anderen zu erlernen und einzuüben. 
  • Diese Zielsetzungen fördern wir durch unterrichtsbegleitende Aktivitäten wie Vorlesewettbewerbe, Verfassen von eigenen Texten auch in eigenen Veröffentlichungen, Teilnahme an regionalen oder überregionalen Projekten wie „Zeitung macht Schule“ oder dem Besuch von Theateraufführungen.

Fremdsprachen 

Die hohe Zahl von Grund- und Leistungskursen in den Fremdsprachen bringen den Anspruch des JKG zum Ausdruck, mit dem Erwerb sprachlicher Kompetenzen eine Alternative zum mathematisch-naturwissenschaftlichen Profilbereich zu bieten. In allen Fremdsprachen soll wie in der Vergangenheit auch weiterhin die erfolgreiche Teilnahme an nationalen Sprachwettbewerben unterstützt werden.

Englisch 

Englisch erhält seinen besonderen Stellenwert als erste Fremdsprache am JKG. Es ist nicht nur die Weltsprache schlechthin, sondern in besonderem Maße inzwischen auch als Wissenschaftssprache in den Naturwissenschaften bedeutend, so dass auch im Bezug auf diesen Profilbereich des JKG das Gewicht dieser Sprache offensichtlich ist. Hier ergänzen sich beide Schwerpunkte im Profil des JKG in idealer Weise. Die Schulpartnerschaften mit Australien und England und dem regelmäßigen Schüleraustausch wollen wie die sprachlichen und sozialen Kompetenzen stärken und die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler fördern. Das JKG hat das Ziel, außerunterrichtliche Zertifizierungen von Englischkenntnissen zu ermöglichen (Ariel-/ Cambridge-Zertifikat).

Französisch 

Französisch ist zweite Fremdsprache am JKG. Der Unterricht stellt das Erlernen kommunikativer Kompetenzen in den Mittelpunkt, die Freude an der französischen Sprache soll gefördert und ihre korrekte Anwendung ermöglicht werden. Begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler unterstützen wir außerhalb des regulären Unterrichts beim Erwerb der „DELF-Qualifikation“ als einem weltweit anerkannten Zertifikat für Französisch. 

Im Hinblick auf die vielfältigen kulturellen und wirtschaftlichen Bindungen des Saarlandes an das Nachbarland Frankreich wird mit dem Aufgreifen des Französischunterrichts aus der Grundschule das Erlernen der französischen Sprache fortgeführt und vertieft. Um die erworbenen Fähigkeiten anzuwenden, bestehen seit Jahren Schüleraustausche mit Schulen in Frankreich, auch in der Absicht, die Völkerverständigung und die Freundschaft unter Nachbarn zu fördern. Die Bedeutung des Französischen ergibt sich in diesem Zusammenhang auch dadurch, dass Französisch eine vorrangige Verwaltungssprache der Europäischen Union ist und sich wesentliche Einrichtungen der Europäischen Union an französischsprachigen Standorten befinden.

Spanisch 

Mit Spanisch als dritter moderner Fremd- und Weltsprache wird in der Sekundarstufe I das Profil des JKG geprägt. Auf diese Weise wird die sprachliche Kompetenz unserer Schülerinnen und Schüler signifikant erweitert. Durch die im Aufbau begriffene Partnerschaft mit einer Schule in Bolivien wird zum einen dem globalen Aspekt der Fremdsprache Spanisch Aufmerksamkeit zugewandt, zum anderen ist gerade in der Begegnung mit einer anders gearteten Kultur ein breites Spektrum möglicher Erfahrungen gegeben. 

Wie in der Vergangenheit soll auch weiterhin die erfolgreiche Teilnahme an nationalen Sprachwettbewerben unterstützt werden. 

Die hohe Zahl von Grund- und Leistungskursen in Deutsch und in den Fremdsprachen bringen den Anspruch des JKG zum Ausdruck, mit dem Erwerb sprachlicher Kompetenzen eine Alternative zum mathematisch-naturwissenschaftlichen Profilbereich zu bieten.

Weitere Bereiche der sprachlichen Kompetenzen 

  • Am JKG kann das Latinum in der Oberstufe mit einer Abiturergänzungsprüfung erworben werden. 
  • Als Wahlunterricht können Russisch und Italienisch sowie Spanisch in Kooperation  gelernt werden. 
  • Das JKG nimmt an Comenius-Projekten der Europäischen Union teil.

Gesellschaftlicher, ethisch –religiöser Profilbereich 

  • Das Fach Geografie vermittelt Kenntnisse über die Erde als vorgegebenem, gestaltbarem und gestaltetem Lebensbereich des Menschen. Im Hinblick auf ein ökologisch verantwortliches Handeln kommt den hier vermittelten Kenntnissen, auch im Zusammenhang mit den Fächern Biologie und Chemie, fachliche und ethische Bedeutung zu. Im praktischen Schulalltag kommen so der Abfallvermeidung oder dem Erhalt und der Pflege des Schulgartens und dem Biotop besondere Bedeutung zu. 
  • Da unsere heutige Lebenssituation ohne Kenntnisse der Vergangenheit letztlich unverständlich bleibt, kommt den Fächern Geschichte und Politik die für die Demokratie grundlegende Funktion zu, über die Vermittlungen von Kenntnissen und Werten das verantwortliche Handeln rational zu begründen. Sie sollen Möglichkeiten zur Hand geben, die eigene soziale und kulturelle Identität bewusst zu begreifen. Beide Fächer sehen sich in besonderer Weise den deutsch-französischen Beziehungen, der Idee einer regionalen Identität im „Europa der Regionen“ und der Geschichte des Saarlandes verpflichtet. Beide Fächer setzen einen Schwerpunkt „Dritte Welt“ und fördern den aktiven, praxisnahen Umgang mit gesellschaftlichen Problemstellungen. 
  • Das Fach Wirtschaft wird in der Oberstufe in Kooperation angeboten. 
  • Die Fächer evangelische und katholische Religion, Ethik und Philosophie bieten die Vermittlung von Handlungsmaßstäben und Lebenszielen, die an einem im Humanen gelingenden Leben orientiert sind. Sie fördern die sittliche Entscheidungsfähigkeit und vermitteln grundlegende Kenntnisse unserer kulturellen Identität. 
  • Diesem Lernbereich ist auch das Projekt des „Eine-Welt-Ladens“ zugeordnet, der außer den Zielen dieses Profilbereichs noch ökologische und gesundheitserzieherische Ziele verfolgt. 

Der Profilbereich Sport und Gesundheit 

  • Der Sportunterricht zielt auf die Ausbildung der körperlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Er ist Ausgleich zum sonstigen Unterricht und soll zu sozialem und fairem Verhalten erziehen. 
  • Die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben wie „Jugend trainiert für Olympia“ oder an regionalen und nationalen Turnieren soll weiterhin unterstützt werden. Die Skifreizeiten sollen die Schülerinnen und Schüler dazu motivieren, sich mit Sportarten zu befassen, die Konzentration und Geschick verlangen, ferner sollen sie das Gemeinschaftsgefühl stärken. 
  • Das Sportfest dient der sportlichen Repräsentation der Schule und fördert den Gemeinschaftscharakter. 
  • Mit der Zirkus-AG verfügt das JKG über ein außerordentlich erfolgreiches und pädagogisch wertvolles Instrument, das  sportliche Aktivitäten und soziales Lernen auf ästhetische Weise verbindet. 
  • Das JKG unternimmt besondere Bemühungen im Zusammenhang mit der Suchtprävention. Dazu werden Aufklärungsveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler in den Natur- und Gesellschaftswissenschaften durchgeführt, es können auch besondere Informationsveranstaltungen für Eltern organisiert werden. Drogenprävention ist ein wichtiges Weiterbildungsthema für das Kollegium. Im Schulalltag wird auf die Risiken, die mit Nikotin, Alkohol und anderen Drogen verbunden sind, hingewiesen, und dieser Gefährdung wird entgegengewirkt. Dieser Sachbereich wird im Einzelnen durch durch die Schul- und Hausordnung geregelt.

Musik und Kunst – ästhetischer Profilbereich 

In den Kunstfächer werden Schülerinnen und Schüler zu selbständigem Ausdruck angeleitet. Sie lernen historische und aktuelle Auffassungen von Wirklichkeit kennen und ihre eigene Auffassung künstlerisch zu reflektieren und kreativ zu artikulieren. Durch beide Kunstfächer wird die Schule als ein ästhetischer Raum wahrgenommen. 

  • Das Fach Bildende Kunst legt besonderen Wert auf die Ansprache und Förderung der einzelnen Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler. Eine entscheidende Bedeutung spielt hierbei das schöpferische Tun, der praktischen künstlerischen Tätigkeit wird hoher pädagogischer Wert beigemessen. Die künstlerische Arbeit von Schülern und Lehrern gestaltet den Lebensraum Schule unübersehbar mit (z.B. Ausschmückung der Schulräume, Ausstellungen) und leistet somit einen Beitrag zur Darstellung des JKG in der Öffentlichkeit. 
  • Die Kunst-AG  führt in grundlegende künstlerische Fertigkeiten in vertieftem Maße ein und erweitert das Angebot über den Rahmen des Kunstunterrichts hinaus. 
  • Das Fach Musik artikuliert sich am JKG traditionell in starker Weise. Verschiedene Chöre und Bands treten durch Beiträge z.B. zu Schulfesten aber auch durch eigene Konzerte an die Öffentlichkeit. Das Fach fördert das theoretische Erkennen und das ästhetische Handeln, es schult das musikalische Empfinden.

Betriebspraktikum und Kulturpraktikum 

In den Klassenstufen 9 bzw. 10 wird ein betreutes Betriebs- bzw. Kulturpraktikum ermöglicht. Dies soll der Berufsorientierung sowie einer Einführung in die Arbeitswelt bzw. den Raum praktizierter kultureller Tätigkeiten dienen. Die Teilnehmer erhalten so auch die Gelegenheit, sich über ihre  persönlichen Fähigkeiten ein Bild zu machen und eine Rückmeldung über ihre Leistungen aus einem nichtschulischen Raum zu erhalten. Die Schule fordert dazu auf, sich dieser Möglichkeit zuzuwenden. In einem Praktikumsbericht stellen die Teilnehmer ihre Erfahrungen schriftlich dar.

Das JKG als freiwillige Ganztagesschule

Das JKG bietet die Möglichkeiten einer freiwilligen Ganztagesschule. In Zusammenarbeit mit einem geeigneten Partner werden die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler nach dem Vormittagsunterricht pädagogisch und unterrichtlich betreut. Das Nähere wird in Vereinbarungen zwischen dem Schulträger, dem JKG und dem beauftragten Partner der Maßnahme geregelt.

Lerntechniken, Prüfungen und Bewertungen

Lerntechniken, Prüfungen und Bewertungen

  • Das Gymnasium verlangt spezifische Lerntechniken und unterschiedliche Lernformen (Partner-, Gruppenarbeiten, offene Lernformen, Referate, unterschiedliche schriftliche Darstellungsformen und ihre angemessene Präsentation),  die von den Schülerinnen und Schülern eingeübt werden. Dazu werden sie im Fachunterricht angeleitet. Das JKG befürwortet im Sinne der Fächer übergreifenden Leitideen Projektunterricht.  
  • Erfahrungsgemäß bringen Schülerinnen und Schüler von der Grundschule unterschiedlich ausgeprägte Fertigkeiten und Wissensstände in das JKG ein. Deshalb wird im ersten gymnasialen Schuljahr auf die Angleichung dieser Unterschiede gesteigerter Wert gelegt, da ein ruhiger Übergang von einer Schulform in eine andere bessere Lernvoraussetzungen für die folgende Zeit schafft. Übernimmt eine Lehrkraft eine Klasse neu, so ist im Sinne eines nachhaltigen Lernens auf das Prinzip des Informationsflusses vom vorherigen zum neuen Fachlehrer zu achten. 
  • In einem angemessenen Zeitraum, der zeitlich individuell geprägt sein kann, werden die Schülerinnen und Schüler des JKG zu selbstständigem und systematischem Lernen befähigt. Dies findet seinen Ausdruck sowohl in der regelmäßigen Anfertigung von Hausaufgaben als auch im selbstständigen Verfertigen von Referaten bis hin zur Facharbeit mit dem Anspruch einer besonderen Lernleistung in der Oberstufe.  
  • Grundsätzlich sind Schul- und Hausarbeiten in sauberer und ordentlich gegliederter handschriftlicher Form anzuführen, auf eine korrekte Heftführung wird Wert gelegt. Davon unabhängig kann je nach den Erfordernissen des Unterrichts die Anfertigung von Haus- oder anderen Arbeiten mit Hilfe des Computers möglich werden. 
  • Die Schülerinnen und Schüler sollen zu einem sowohl kritischen als auch kreativen Umgang mit Medien, vorzugsweise den elektronischen Medien, angeleitet werden.  Die Nutzung klassischer Druckmedien wie Wörterbücher soll in altersangemessener Weise eingeübt werden, dazu gehört auch die Fähigkeit zur Orientierung in einer Bibliothek (Schülerbibliothek, Stadtbibliothek, Universitätsbibliothek). Jeder Schüler der Oberstufe soll ein Referat  ggf. mit medialen Komponenten anfertigen und halten können. Dazu wird die Fähigkeit zur (Internet-) Recherche erwartet, wozu auf die im ITG-Unterricht erworbenen Kenntnisse zurückgegriffen werden kann. 
  • In allen Klassenstufen und Fächern  soll in angemessener Weise die Präsentation von Unterrichtsinhalten in geeigneter Form eingeübt werden. 
  • Für Eltern gibt es Informationen zum Thema „Lernen“ entweder in besonderen Veranstaltungen oder im individuellen Beratungsgespräch. 
  • Die Schülerinnen und Schüler werden im Fachunterricht von der Klassenarbeit bis zum Abitur auf alle relevanten Prüfungen inhaltlich und methodisch vorbereitet. 
  • Alle Wertungsmaßstäbe, die an die zu erbringenden Leistungen gelegt werden, müssen seitens der Unterrichtenden sachlich angemessen, altersgemäß und transparent gestaltet sein. Dies gilt für mündliche wie für schriftliche Formen der Leistungsbewertung, den Schülerinnen und Schülern ist auch die Bewertung ihrer Mitarbeit zur Kenntnis zu bringen. Grundsätzlich sollen alle Klassen zu einer positiven Grundeinstellung gegenüber dem Lernen ermutigt werden. 
  • Nach Vorgabe der entsprechenden Regelungen werden innerhalb einer Jahrgangsstufe Vergleichsarbeiten geschrieben. Die Teilnahme an landesweiten Vergleichsarbeiten oder externen Evaluationen dient als Rückmeldung über den erreichten Kenntnisstand. Die Fachkonferenzen beurteilen, inwiefern die Lernvoraussetzungen für das jeweilige Fach für die Sicherung bzw. Verbesserung der Unterrichtsqualität gegeben sind.  
  • Die Schule kann zum einen besonderes Engagement oder herausragende Leistungen Einzelner im Zusammenhang mit dem schulischen Leben bzw. dem Unterricht besonders öffentlich würdigen, z.B. durch Preisverleihungen. Diese Möglichkeit soll zum anderen auch für Leistungen eröffnet sein, die in keinem direkten schulischen Zusammenhang stehen, aber vorbildlichen Charakter haben. 
  • Begabte Schülerinnen und Schüler sollen durch geeignete Maßnahmen besonders gefördert werden, die sich sowohl im Kontext des Fachunterrichts als auch in der Wahrnehmung von Fördermöglichkeiten in der Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen ergeben. Ebenso soll nach Möglichkeit Schülerinnen und Schülern, die durch unverschuldete Schwierigkeiten in erheblicher Weise an der erfolgreichen Teilnahme am Unterricht gehindert sind, z.B. durch lange oder schwere Krankheit, bei der Bewältigung dieser Probleme geholfen werden.

Besondere Aktivitäten

Besondere Aktivitäten

  • Verschiedene Arbeitsgemeinschaften, die je nach Zuspruch organisiert werden können: Schach, Kunst, Physik, Chemie, Biologie, Latein, Börsenspiel, Schulgarten, Leseklub, Badminton, Zirkus, Chöre, Band, Informatik usw. 
  • Schülerbibliothek 
  • Wandertage, Kulturwandertage, Klassen- und Lehrfahrten 
  • Die berufskundlichen Informationen durch das Arbeitsamt (BIZ) werden vom JKG unterstützt. Schülerinnen und Schüler werden beim Wechsel in andere Ausbildungswege beraten. 
  • Das JKG unterstützt auch in Zukunft wie bisher beratend unsere Schülerinnen und Schüler, die sich für Ausbildungsaufenthalte an Schulen im Ausland entscheiden.  
  • Schüleraustausch mit Partnerschulen im Ausland, gemeinsame Veranstaltungen mit Austauschschülern. Gerade die Schulpartnerschaften bieten die Chance für Fächer übergreifendes Lernen auf allen Ebenen des intellektuellen und sozialen Lernens. 
  • Sportfest, Johannes-Kepler-Tag und Schulfest, die von der ganzen Schulgemeinschaft vorbereitet und durchgeführt werden, bieten in besonderer Weise die Gelegenheit zur Kommunikation und zur Präsentation der Schule nach innen und außen.

Überprüfung des Schulkonzeptes

Überprüfung des Schulkonzepts

Die Fachkonferenzen, die Schulkonferenz und die Schulleitung überprüfen zu Beginn jedes Schuljahres, in welchem Umfang und in welcher Qualität die genannten Ziele und Inhalte des Schulkonzepts im vergangenen Schuljahr erreicht wurden. Alle drei Jahre muss das Schulkonzept durch ein Gremium aus allen Gruppen der Schulgemeinschaft grundsätzlich überprüft werden. Änderungsvorschläge bzw. der Beschluss der weiteren Gültigkeit müssen durch die Gesamt- und Schulkonferenz gefasst werden.

 

Außerschulische Umgebung

Bezug zur außerschulischen Umgebung

Das JKG sieht sich als wichtige Einrichtung des geografischen Umfelds. Als solche will es mit seinen Möglichkeiten das kulturelle und soziale Umfeld mitgestalten. Deshalb legt es darauf Wert, dass die Tätigkeiten und Leistungen der Schulgemeinschaft aber auch einzelner Mitglieder von ihr in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

 

Gültige Fassung des Schulkonzepts 

Unabhängig von der Verfügbarkeit einer gedruckten Ausführung muss die jeweils gültige Fassung des Schulkonzepts auf der Homepage des JKG dargestellt sein.