JKG und reha GmbH engagieren sich für Umweltschutz

Auf Initiative ihrer Kunstlehrerin Frau Jessica Müller ging die 6d des JKG Lebach am 17. Juli zur reha GMBH, um zusammen mit Behinderten Einkaufstaschen zu gestalten, die am Schulfest verkauft werden sollen.  Die Kids nahmen sich im Vorfeld viel vor und bestellten 120 Baumwolltüten, die sie auch alle gestalten konnten. Jeder Schüler versuchte mindestens 4 solche Baumwolltüten mit Textilfarben zu bemalen. Die JKG-ler arbeiteten dort mit Menschen mit geistig-körperlicher Behinderung zusammen.

Eine Mitarbeiterin der Reha stellte fest, dass solche Projekte eine Abwechslung zur normalen Arbeit für die Behinderten seien. Eine andere bemerkte, dass es viele Leute mit Berührungsängsten gebe und man davon bei den Quintanern des Lebacher Gymnasiums nicht spüren könne.

Insbesondere fanden die Kinder das Malen an sich sowie die Zusammenarbeit mit den Behinderten sehr schön und natürlich, dass man etwas für die Umwelt tut. Auch die Kunstlehrerin Frau Müller stellte lapidar fest: ,,Ich fand es schön, neue tolle Menschen kennenzulernen und meine Schüler habe ich heute auf andere Art und Weise sehr positiv kennengelernt.“ (Ber.: Jannis Hans, 6d)



Johannes-Kepler-Gymnasium und reha GmbH Lebach unterzeichnen Kooperationsvertrag

Auf dem ehemaligen Schwimmbadgelände in Lebach, 200 Meter Luftlinie vom Johannes-Kepler-Gymnasium (JKG) entfernt, liegt das LogistikCenter der reha GmbH. Hier werden Menschen mit Behinderung ausgebildet, geschult und ganzheitlich betreut.  Ziel des Unternehmens ist es, die individuelle Leistungsfähigkeit der behinderten Menschen zu fördern und ihnen eine sinnvolle Aufgabe zu übertragen, damit sie sich – nach Möglichkeit – in den ersten Arbeitsmarkt integrieren können. Hans Herrmann, Schulleiter des Johannes Kepler Gymnasiums, sieht in der hervorragenden Arbeit der reha GmbH eine optimale Chance für seine Schule, das Thema Inklusion durch gemeinsame Projekte und Veranstaltungen für seine Schüler erfahr- und erlebbar zu machen. „Wir wollen uns austauschen, wollen im täglichen Miteinander mehr über die gegenseitigen Lebenswelten erfahren. Der Kooperationsvertrag zwischen unserem Gymnasium und der reha GmbH ist ein erster wichtiger Schritt in eine gemeinsame Zukunft.“ Nur beim Papier solle es aber nicht bleiben. „In gemeinsamen Aktionen soll Inklusion gelebt werden“, betonte der Schulleiter.  Nicht umsonst bezeichnete Sozialminister Andreas Storm das JKG als „eine Schule mit Herz und Verstand“. Er bedankte sich bei den Schülern und Lehrern für das Engagement und betonte: „Sie sind auf dem richtigen Weg. Um unserem gemeinsamen Ziel einer inklusiven Gesellschaft näher zu kommen, brauchen wir Menschen wie Sie. Menschen, die endlich die bestehenden Grenzen überschreiten.“ Tatsächlich scheinen sich zwei optimale Partner gefunden zu haben. Bereits im Mai 2013 startete das erste erfolgreiche Projekt. Während des alljährlichen Schulfestes bauten Schüler der Klassenstufe 5 zusammen mit Mitarbeitern der reha GmbH Nistkästen und Insektenhotels. Dass diese Zusammenarbeit nun offiziell wird, freute auch den Ersten Kreisbeigeordneten, Oswald Kriebs, der Landrat Patrik Lauer auf dieser Veranstaltung vertrat: „Die heutige Vereinbarung ist ein vortreffliches Praxis-Beispiel, wie Inklusion gelebt und gestaltet werden kann. Ihre Zusammenarbeit ist ein ganz besonderes Geschenk für unseren Landkreis. Ich hoffe, ihr Leuchtturmprojekt  wird sich auch an weiteren Schulen im Landkreis etablieren.“ Für die gemeinsame Zusammenarbeit wünschte er den Partnern ein gutes Gelingen. „Ich hoffe, sie wird zu einem dauerhaften, starken Bündnis“, so Kriebs. Jörg Denne, Mitarbeiter der reha GmbH, und Raphael Augustin, Schüler des JKG, führten die Gäste unterhaltsam durch das Programm der Auftaktveranstaltung. Von musikalischen Einlagen des reha-Chors „Wir sind wir“ über die Bläserklasse des Gymnasiums, die Besucher konnten sich über viele tolle Musikeinlagen freuen. Nach der feierlichen Unterzeichnung des Vertrages erklärte Jörg Denne das „All-inclusive“-Buffet für eröffnet.