Förderkonzept


Förderstunden für die Klassen 5 – 10

Das JKG nimmt am Schulversuch „Fördern statt Sitzenbleiben“ teil. Damit ist ein Konzept für die Erteilung von Förderunterricht verbunden.

Die Förderstunden dienen zum einen der Förderung von Schülerinnen und Schülern, die ihre Leistungen verbessern wollen, sei es, um die angestrebten verbindlichen Leistungen zu erreichen oder um besonders begabten Schülerinnen und Schülern zusätzliche Angebote zu machen. Das bedeutet, das Förderkonzept des JKG geht über die klassische Hilfe deutlich hinaus, insofern wir mit diesem Konzept eine den Unterricht stabilisierende und den Fachunterricht zugleich erweiternde Leistung intendieren und so verschiedene Aspekte für viele Schüler ansprechen. Zur effektiven Umsetzung haben wir ein Konzept mit Schwerpunktsetzungen in einzelnen Jahrgangsstufen erarbeitet, das in verschiedenen Unterrichtsformen realisiert wird. Dabei sehen wir diesen erweiterten Fördergedanken auch in vielen Arbeitsgruppen umgesetzt.

Thematisch ist der die Unterrichtsleistung steigernde Förderunterricht breit gefächert. In den Klassenstufen 5 und 6 konzentriert er sich mit den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch (ab Klassenstufe 6) und Mathematik auf den Bereich der schriftlichen Fächer. Darüber hinaus wird er aber auch im Fach Naturwissenschaft angeboten, hier mit dem Schwerpunkt aus experimentellen, praktischen Akzenten, z.B. dem Mikroskopieren oder den Besuchen bei Imkern. Ein weiterer Akzent wird in der Informationstechnischen Grundbildung (ITG) für alle Schüler der Klassenstufe 5 gesetzt. Auch der besondere Musikunterricht in den Klassenstufen 5 und 6 unserer „Bläserklassen“ ist unter diesem erweiterten Gesichtspunkt der Förderung zu sehen.

Die Organisationsform des Förderunterrichts wird den didaktischen Notwendigkeiten und Zielsetzungen variabel angepasst. Förderunterricht wird z.T. im Anschluss an den Fachunterricht erteilt, z.T. wird er im Zweitlehrereinsatz während des normalen Vormittagsunterrichts erteilt, was die Teilung einer Klasse in kleinere Lerngruppen ermöglicht.

Der Förderunterricht, der auf die Stabilisierung von Unterrichtsleistungen zielt, orientiert sich inhaltlich an dem jeweils erteilten Fachunterricht in Absprache mit den Fachlehrern, methodisch wird häufig auf Formen des kooperativen Lernens zurückgegriffen. Im Fach Englisch ist im Schuljahr 2014/15 der Förderunterricht in der Klassenstufe 6 teilweise zeitgleich für alle Klassen in den Vormittagsunterricht integriert: Die Schüler werden in verschiedene Gruppen eingeteilt, die jeweils eine bestimmte Kompetenz des Fremdsprachenerwerbs trainieren, z.B. die Lesekompetenz. Je nach Bedarf können so in wechselnden Lerngruppen die unterschiedlichen Förderungen erfolgen. Auf diese Weise nehmen alle Schülerinnen und Schüler dieser Jahrgangsstufe an dieser innovativen Form der Förderung teil.

Schüler, die z.B. als Folge des Zuzugs aus dem Ausland oder wegen anderer gravierender Erschwerungen den problemlosen Übergang ans Gymnasium nicht verwirklichen können, werden mit dem Förder-Zweig „Fördern-Plus“ angesprochen. Hierbei werden sehr kleine Lerngruppen gebildet. Ihre inhaltliche Ausrichtung ist auf den Erwerb fundamentaler Kompetenzen vor allem in Deutsch ausgerichtet, z.B. Hörverstehen, Textverständnis und Methodik. Mit dem Erwerb solcher Basiskompetenzen soll die erfolgreiche Mitarbeit in allen Fächern des Unterrichts ermöglicht werden.

In den Klassenstufen 7 – 10 orientiert sich der Förderunterricht zunehmend an den Voraussetzungen, die für den erfolgreichen Abschluss des gymnasialen Unterrichtsziels, des Abiturs, notwendig sind.

Die Teilnahme am Förderunterricht wird entsprechend dem Konzept „Fördern statt Sitzenbleiben“ in der Regel durch die Fachlehrer festgestellt, die dann durch ein Anschreiben die Eltern informieren. Diese Feststellung kann nach Bedarf jederzeit im Schuljahr erfolgen, der Besuch des Förderunterrichts kann dann sofort einsetzen. Nach Absprache der unterrichtenden Lehrer kann die Beendigung der Teilnahme zum Halbjahr oder Schuljahresende erfolgen.


Bildungskonzept "Fördern statt Sitzenbleiben"

„Sitzenbleiben“ ist für viele Schülerinnen und Schüler ein Problem und wird häufig als Niederlage empfunden. „Sitzenbleiben“ wird oft auch als Ungerechtigkeit angesehen, und zwar dann, wenn im Durchschnitt eine gute Leistung erbracht wurde, einzelne schlechte Noten aber zu einer zwangsweisen Wiederholung einer Klassenstufe führen. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass die Wiederholung einer Klassenstufe nicht grundsätzlich zu einer Verbesserung führt. Im Modellversuch „Fördern statt Sitzenbleiben“ wird das „Sitzenbleiben“ an Gymnasien in den Klassenstufen 5 und 6 probeweise ausgesetzt. Ein spezielles Förderkonzept soll bei schlechten Leistungen helfen.


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