Physik und Medizin


JKG-Kurse Physik & Medizin besuchen Radioonkologie am Caritasklinikum Saarbrücken

Als Abschluss der Arbeit des Schuljahres hatten die Schüler der Kurse Physik & Medizin der Klassenstufe 10 des Johannes-Kepler-Gymnasiums zusammen mit der Kursleiterin Frau Michaela Weber und Frau Sibylle Schmidt wieder die Möglichkeit, die Radioonkologie am Caritasklinikum Saarbrücken zu besuchen und so einen Einblick in den Klinikalltag zu bekommen.

Das Stationsteam leistete dabei bereits im Vorfeld gute Organisationsarbeit, um die große Gruppe von 45 Schülern empfangen zu können. Nach einer, wie in den vergangenen Jahren auch, sehr herzlichen Begrüßung ging es in den großen Hörsaal des Klinikums. Zunächst erläuterte die Chefärztin Frau Dr. Martina Treiber die Grundlagen der Strahlentherapie, wobei es neben den verschiedenen Berufsfeldern u.a. um die wichtigen Bereiche der Strahlenbelastung und des Strahlenschutzes ging, die medizinischen Grundlagen sowie Forschungsfelder der Strahlentherapie. Dann berichteten ein Masterstudent sowie der leitende Medizinphysiker Herr Dr. Jörg Müller über Studium und Arbeitsbereiche der Medizinphysiker und erläuterten die Funktion der in der Station eingesetzten Linearbeschleuniger.

Nach dieser theoretischen Einführung und einer wohlverdienten Stärkung mit Brezeln und Getränken durfte die Gruppe die Station besuchen. Im laufenden Betrieb wurde es uns in Kleingruppen ermöglicht, das Computerprogramm zur Berechnung der Bestrahlungsdosis kennenzulernen sowie den Computertomographen (CT) und einen der Linearbeschleuniger zu besichtigen, die in der Strahlentherapie zum Einsatz kommen. Auch die Herstellung einer Maske zur Fixierung des Patienten bei Bestrahlungen im Kopfbereich durfte am eigenen Leib erlebt werden.

Alles in allem eine gute Möglichkeit, das im Kurs erlernte Wissen in seiner praktischen Bedeutung zu erfahren und vielleicht die Lust auf ein Studium im Bereich Medizin zu wecken.


JKG beim Clustertreffen Medizinphysik in Osnabrück

Mitte Juni fand, nach der Sitzung am Röntgen-Museum in Remscheid im vergangenen November, das nächste Treffen des bundesweiten MINT-EC Clusters Medizinphysik statt. Auch diesmal vertraten Frau Sibylle Schmidt und Frau Michaela Weber hier das Johannes-Kepler-Gymnasium.

Die Anreise zum Clustertreffen war diesmal noch etwas weiter: Es ging für zwei Tage an das Gymnasium Ursulaschule in Osnabrück. Am ersten Tag standen ein Erfahrungsaustausch über die Arbeit an den Teilnehmerschulen im letzten halben Jahr auf dem Programm sowie die weitere Planung der Clusterarbeit. Einzelne experimentelle Unterrichtsprojekte sollen z.B. auf der nächsten Schulleitertagung im November vorgestellt werden. Fernziel soll auch die Erstellung eines Heftes in der MINT-EC Schriftenreihe mit konkreten Unterrichtsideen zu verschiedenen Aspekten der Medizinphysik sein. Bildgebende Verfahren und Forensik sollen hier im Vordergrund stehen.

Abends stand dann ein Termin in der Röntgen- und Strahlenklinik am Klinikum Osnabrück auf dem Programm. Chefarzt Herr Prof. Dr. Bernd Tombach führte uns hier durch die komplette Abteilung und stellte uns die Bereiche Röntgen, CT, Angiographie und MRT vor. Seine Begeisterung für seinen Beruf sprang sehr schnell auf die Teilnehmer über, so dass die Zeit viel zu schnell verging.

Am nächsten Tag ging es dann in den Physikräumen der Ursulaschule weiter: Eine Teilnehmergruppe beschäftigte sich mit der Sammlung und Weiterentwicklung der bereits vorhanden Materialien zum Themenbereich Forensik, eine zweite Gruppe widmete sich dem Thema Sonographie: Herr Wolfgang Dick hatte aus dem RöLab in Remscheid ein Ultraschall-Experimentiergerät mitgebracht, mit dem an einfachen Modellkörpern Versuche durchgeführt werden können. Die Entstehung von A- und B-Bildern kann so mit Hilfe der zugehörigen Software auch experimentell erklärt werden. Durch die hohen Anschaffungskosten der Geräte ist eine einfache Umsetzung im Unterricht leider nicht möglich. Evtl. bietet sich hier aber die Möglichkeit, mit Screenshots zu arbeiten. Komplexe medizinische Ultraschallbilder können dann von den Schülern besser verstanden werden.

Insgesamt bot das Treffen wieder eine gute Gelegenheit des kollegialen Austauschs.

Das nächste Clustertreffen wird voraussichtlich Ende Januar in Meppen stattfinden.


JKG Mitglied im Medizinphysik-Cluster

Im Rahmen von MINT-EC, dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulen, in dem das JKG Mitglied ist, arbeitet unsere Schule unter der Initiative von Frau Weber nun auch im bundesweiten Medizinphysik-Cluster mit. Dadurch ist eine Zusammenarbeit mit anderen Schulen im gesamten Bundesgebiet, die sich im Bereich Physik & Medizin engagieren, möglich.

Ziel ist der weitere Ausbau des Fachs in Mittel- und Oberstufe sowie die Möglichkeit zur Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen und Schülercamps. Im Herbst wird hierzu ein erstes Clustertreffen in Remscheid, der Geburtsstadt Wilhelm Conrad Röntgens, stattfinden.


JKG beim Clustertreffen Medizinphysik in Remscheid

Im November fand in Remscheid, dem Geburtsort von Wilhelm Conrad Röntgen, am dortigen Röntgenmuseum und in Zusammenarbeit mit dem Remscheider Röntgen-Gymnasium das Clustertreffen des MINT-EC-Clusters Medizinphysik statt. Teilnehmer waren Vertreter der 15 bundesweiten Clusterschulen. Frau Schmidt und Frau Weber waren für das JKG angereist.

Neben der Besichtigung des Museums und des Schülerlabors RöLab mit beeindruckender Ausstattung, ging es bei der Tagung zunächst um den Austausch von Erfahrungen aus dem Unterricht mit medizinphysikalischen Themen. Hierbei wurde klar, dass das JKG wohl die einzige Schule bundesweit ist, die auf fast zwanzigjährige Erfahrungen zurückblicken kann und Medizinphysik als eigenständiges Fach anbietet (Klassenstufe 10) und zusätzlich ein Seminarfach aus dem Bereich Forensik/Kriminalistik. Die anderen Clusterschulen bieten lediglich Projektkurse (ähnlich unseres Seminarfachs) oder einzelne Unterrichtsreihen an.

Im Weiteren ging es beim Clustertreffen um die Erarbeitung von Unterrichtskonzepten zu verschiedenen Bereichen der Medizinphysik. Die Aspekte bildgebende Verfahren, Forensik und Sensoren in der Medizintechnik standen dabei im Vordergrund. Die Ansätze sollen in den kommenden Monaten durch die einzelnen Clusterschulen weiter ausgearbeitet und erprobt werden.

Im Juni 2017 soll parallel zum nächsten Clustertreffen ein Schülercamp in Remscheid veranstaltet werden, das nur für SchülerInnen der Clusterschulen geöffnet ist. Hier sollen SchülerInnen neben dem Museumsbesuch die Möglichkeit erhalten, im RöLab zu den Themen Sonographie, Röntgen, CT und MRT Experimente durchzuführen und Einblick in den medizinischen Alltag durch den Besuch von Praxen / Kliniken erhalten.


Informationen Wahlpflichtfach Physik & Medizin am JKG in Klassenstufe 10

Wie nehmen wir die Welt durch unsere Augen wahr? Warum hören wir? Was sieht man auf einer EKG-Kurve? Wie kommt ein Röntgenbild zustande? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen CT und MRT?

Wenn dich die Antworten zu diesen Fragen interessieren, dann bist du am JKG im Fach Physik & Medizin genau richtig!

Egal, ob aus purem Interesse darüber, wie wir unsere Welt wahrnehmen bzw. um endlich einmal zu verstehen, was bei Untersuchungen beim Arzt passiert, oder aus Interesse an einem Medizinstudium: Das Fach Physik & Medizin bietet einen ersten Einblick.

Mediziner werden in Deutschland mittlerweile händeringend gesucht, die Berufsaussichten sind so groß wie in nur wenigen Bereichen. Trotzdem schreckt das lange und komplexe Medizinstudium sehr viele Schüler ab. Genau hier will das JKG gegensteuern und bietet seinen SchülerInnen schon recht früh die Möglichkeit, sich mit medizinischen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

So geht’s:

Als eine von sehr wenigen (einzige?) Schule in Deutschland, bietet das JKG seinen SchülerInnen die Möglichkeit, im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts in Klassenstufe 10, das zweistündige Fach Physik & Medizin zu belegen.

Der Kurs befasst sich mit dem physikalischen Hintergrund medizinischer und biologischer Abläufe.

Themen sind:

Die Wahrnehmung der Umwelt:

  • Sehen
  • Hören
  • Fühlen

Der Mensch auf dem Prüfstand:

  • Das Herz: Blutdruck und Puls, EKG

Bildgebende Verfahren:

  • Sonographie
  • Röntgen und CT
  • MRT
  • Endoskopie

Umweltwirkungen auf den Menschen:

  • Lärm
  • Radioaktivität
  • Elektrosmog
  • Sonne

Um den SchülerInnen auch den Bezug zum medizinischen Alltag zu ermöglichen, finden durch die Kooperation mit saarländischen Kliniken Exkursionen statt:

Diagnostische Radiologie der Uniklinik Homburg (Herr Dr. Peter Fries):

Blutdruck, EKG, Sonographie, MRT

Radioonkologie des Caritasklinikums Saarbrücken (Medizinphysiker Herr Dr. Jörg Müller, Chefärztin Frau Dr. Martina Treiber):

Strahlentherapie, Linearbeschleuniger, CT

Nach Klasse 10 ist jedoch noch nicht Schluss:

Der Themenbereich Forensik wird im Rahmen des Seminarfachs Kriminalistik behandelt. Hier können sich die SchülerInnen mit selbst gewählten Themen des Bereichs eigenständig beschäftigen und ihre Ergebnisse präsentieren.


Kurs Physik & Medizin am JKG schnuppert Klinikluft

 

Traditionell stehen am Ende des Schuljahres im Wahlpflichtfach Physik & Medizin der Klassenstufe 10 Exkursionen zu Kliniken im Saarland an, so dass der im Laufe des Schuljahres behandelte Stoff auch in der Praxis angewandt werden kann.

So ging es am 8.7. zur Radiologie der Uniklinik Homburg. Dort wurde die Gruppe mit ihrer Lehrerin Frau Weber von Herrn Dr. Fries, einem ehemaligen Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums, empfangen. In einem kurzen Vortrag erhielten die Schüler zunächst einen Einblick in den Arbeitsalltag der radiologischen Abteilung sowie einen Überblick über verschiedene diagnostische Verfahren wie EKG, Röntgen, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und Sonographie (Ultraschall). Danach folgte der mit Spannung erwartete praktische Teil: Zunächst wurde der Magnetresonanztomograph besichtigt und die Stärke des Magnetfelds mit mehreren Experimente untersucht. Weiter ging es mit EKG und Blutdruckmessung, bei der die Kursteilnehmer als „Versuchskaninchen“ agieren durften. Zum Abschluss stand die Sonographie auf dem Programm, wobei auch hier die Schüler selbst die Ultraschalluntersuchungen an ihren Mitschülern durchführen durften. Gar nicht so einfach, die einzelnen Organe wie Leber oder Galle zu erkennen. Auch, welche Wirkung die Manschette bei der Blutdruckmessung auf die Armarterie hat, konnte im Ultraschallbild untersucht und mit Hilfe des Doppler-Verfahrens auch Blutflussrichtungen bestimmt werden.

Am 13.7. stand dann die zweite Exkursion an, diesmal zur Radioonkologie am Caritasklinikum Saarbrücken. Dort wurden wir vom leitenden Medizinphysiker Herrn Dr. Müller begrüßt. Im Anschluss informierte der Medizinphysiker Herr Lorscheter über Aufbau und Funktion des Linearbeschleunigers, wie er in der Strahlentherapie zur Tumorbekämpfung zum Einsatz kommt und erläuterte die Möglichkeiten eines Studiums der Medizinphysik an der HTW in Saarbrücken. Dann erklärte Herr Dr. Müller u.a. wie Bestrahlungspläne erstellt werden, welche Wirkungen die Strahlung hat und welche Maßnahmen zum Strahlenschutz erforderlich sind. Nach dieser eher technischen Ausführung stellte die Chefärztin Frau Dr. Treiber den medizinischen Aspekt in den Vordergrund und erzählte auch von ihrem Alltag in der Klinik. Highlight des Besuchs war schließlich die Besichtigung des Linearbeschleunigers: Größe des Geräts, Einstellmöglichkeiten und Strahlenschutzvorrichtungen im Untersuchungsraum beeindruckten.

Alles in allem ein informativer Abschluss des Kurses, der vielleicht die Lust auf ein Studium im Bereich Medizin wecken konnte.


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