Mathematik


Tipps für die Bearbeitung komplexer Aufgaben

 

Schritt 1: Aufgabe verstehen

- Lege Deinen Stift und andere Dinge aus der Hand! Lies Dir die Aufgabenstellung wiederholt durch bis Du sie verstehst. Diskutiere sie, falls möglich, mit jemand anderem. Enthält die Aufgabenstellung unbekannte Begriffe, so schlage diese nach (z.B. Lexikon oder Internet). Ist diese Recherche nicht möglich, stellst Du Dir die Frage, ob das Verständnis des Begriffes für das Veständnis/die Lösung der Aufgabe überhaupt zwingend notwendig ist. Das Verstehen eines Textes hängt nämlich oft nicht vom Verstehen eines einzelnen Wortes ab. 

 

Schritt 2: Entscheide Dich für eine Lösungsstrategie/eine Vorgehensweise

- Oft steht eine gestellte Aufgabe in einem bestimmten Kontext, d.h. wenn in der Schule gerade ein bestimmtes Thema behandelt wurde, ist es wahrscheinlich, dass eine in der Klassenarbeit gestellte Aufgabe auch damit zusammenhängt. Oft ist es nur ein kleiner Schritt von einer bereits gelösten Aufgabe zum aktuellen Problem.

- Hast Du keine Idee, so kannst Du durch Veranschaulichung des Sachverhaltes zu einer solchen gelangen (beschriftete Skizze in der Geometrie, Tabellen bei sich ändernden Zahlenwerten, Baumdiagramme, Schaubilder bei Funktionen, Untersuchung von Beispielen und danach Verallgemeinerung, Raten und Überprüfen, Rückwärts vom Ziel zum Ausgangspunkt vorgehen, das Problem in kleinere Einzelprobleme zerlegen usw.).

 

Schritt 3: Lösung

- Bei der Lösung des Problems sollst Du jeden Einzelschritt kurz kommentieren (angewendete Regeln, Ideen).

- Gehe systematisch vor! "Wo bin ich? Wo will ich hin? Was ist der nächste Schritt?"

- Wenn Du bei der Lösung des Problems nicht weiterkommst, hinterfrage die Schritte 1 und 2. Verfalle nicht in Hektik!

- Erkläre andern Deinen Lösungsweg (nicht in Klassenarbeiten!).

- Formuliere bei Sachaufgaben eine Antwort auf die Ausgangsfrage.

 

Schritt 4: Überprüfen des Ergebnisses

- Macht Deine Antwort Sinn? Stimmen Größenordnung und Einheit des Ergebnisses?

- Ändere (gedanklich) die Aufgabenstellung und stell Dir die Frage, welchen Einfluss dies auf die Lösung hat (nicht in Klassenarbeiten!).

- Stell Dir die Frage, ob es nicht auch einen anderen Lösungsweg gibt (nicht in Klassenarbeiten!)

 

und ganz wichtig:

Sei ausdauernd!

Die Lösung komplexer mathematischer Probleme erfordert ein gehöriges Maß an Ausdauer. Hier darfst Du nicht nach der ersten Schwierigkeit die Flinte ins Korn werfen sondern musst versuchen, durch Nachschlagen von Lösungswegen oder Anwendung der oben beschriebenen Lösungsschritte zu einem Ziel zu gelangen.

 

und zum Schluss:

Verzage nicht!

Der Schwierigkeitsgrad in der Mathematik ist nach oben offen, d.h. für jeden!! gibt es eine Aufgabe, an der er sich die Zähne ausbeist. Dies sollte dann kein Grund sein, an sich selbst zu zweifeln sondern vielmehr sollte man den Anspruch an sich stellen, seine Fähigkeiten zu verbessern und diese Aufgabe dann doch zu lösen.