Biologie


Ökologie selbst entdecken – Eine Exkursion zum Sollbach (Limbach)

 

Am Freitag, den 01.09.2017 fuhren die SchülerInnen des naturwissenschaftlichen Zweiges der Klassen 8c und 8d sowie die Klasse 9bn zu einer Gewässerexkursion zum Sollbach in Limbach. Auf diese Weise konnte das Thema „Ökosystem Gewässer“, das der Lehrplan für die Klassenstufe 8 vorsieht, neben dem regulären Unterricht auch praxisnah erarbeitet und vertieft werden.

Bepackt mit Rucksack, Gummistiefeln und warmen Socken machten sich die 39 SchülerInnen gemeinsam mit Frau Haan und Frau Dittgen im Bus auf den Weg zum Sollbach. Frau Mezence, die die Exkursion organisiert hatte, konnte aufgrund einer Erkältung selbst leider nicht teilnehmen. Am Treffpunkt warteten schon die beiden Umweltbiologen Steffen Potel und Martin Lillig mit dem „Kunter­BUND-Mobil“ des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND). Nach einer freundlichen Begrüßung teilten sich die Klassen in zwei Gruppen auf.

Nach einer kurzen Einführung ging es für die erste Gruppe mit einem Sieb ausgerüstet in den Bach, um im Wasser nach Lebewesen zu su­chen. Die vielen Begeisterungsrufe bei erfolgreichem Fund machten schnell klar: Im Bach leben viel mehr Organismen als gedacht! Neben zwei Fröschen konnten sich auch die kleinsten Lebewesen nicht vor den SchülerInnen verstecken, sodass die Sammelgefäße schnell gefüllt waren. In einem zweiten Schritt hatten die SchülerInnen die Möglichkeit, die gefundenen Organismen mit Hilfe von Binokularen zu untersuchen. Martin Lillig zeigte an­hand eines Bildschirms schließlich weitere Details und erklärte interessante Fakten über die verschiedenen Tiere. Auch machte er deutlich, welche große Bedeutung Ein­tags­fliegen­larven, Strudelwürmer, Bachflohkrebse und Co. im Ökosystem Gewässer haben. Alle Tiere wurden anschließend wieder dem Wasser übergeben – Die Frösche blieben dabei ungeküsst. Pünktlich zur kleinen Frühstückspause kam die Sonne raus, sodass sich die SchülerInnen nach dem kühlen Morgen etwas aufwärmen konnten.

Nach der Pause wurde das Programm getauscht. Nun durfte die zweite Gruppe den Bach unsicher machen, während die erste Gruppe einem spannenden Vortrag von Steffen Potel lauschte. Dabei ging es vor allem um das Thema Trinkwasser. So erklärte er beispielsweise, dass ein Mensch in Deutschland durchschnittlich 120 Liter Wasser am Tag verbraucht, während es in Afrika nur zehn Liter sind. Anhand eines Versuches konnten die SchülerInnen die Reinigungskraft des Erdreiches und der Gesteinsschichten bei der Filterung von Schmutzwasser beobachten. Durch die anschauliche Darstellung und den direkten Einbezug der SchülerInnen war der Vortrag interaktiv gestaltet und die Klassen erkannten, wie wichtig ein nachhaltiger Umgang mit Wasser ist. Nachdem alle Sachen wieder gepackt waren, ging es bei Sonnenschein zurück zum Bus, der uns schließlich wieder zur Schule brachte.

An dieser Stelle wollen wir uns noch einmal ausdrücklich bei Martin Lillig und Steffen Potel für die Zusammenarbeit sowie den spannenden und lehrreichen Vormittag bedanken!

Ein Bericht von Kathrin Dittgen 


DUH-Sammlung 2017 mit tollem Ergebnis

Mehr als 50 Schülerinnen und Schüler des JKG aus den Klassenstufen 7 und 8 waren in der Zeit vom 17. März bis 26. März 2017 unterwegs, um im Rahmen einer Haussammlung Spenden für die deutsche Umwelthilfe zu erbitten, die damit jährlich rund 500 Naturschutzprojekte in ganz Deutschland fördern.

Als am Ende zusammengezählt wurde, kam das tolle Ergebnis von rund 3700 Euro zusammen. Allen beteiligten Sammlerinnen und Sammlern hierfür ein großes Lob und ganz herzlichen Dank. Für das Johannes-Kepler Gymnasium ist besonders erfreulich: 60% des gesammelten Geldes (2218€) stehen für Projekte der Schule zur Verfügung.

Die erfolgreichsten Sammlerinnen und Sammler werden wie üblich mit Sachpreisen ausgezeichnet (von: KSK Saarlouis, Euronics XXL Lebach und der Deutschen Umwelthilfe). Darüber hinaus wurde von den Sammlungsleitern, StR Rainer Klein, StR Willi Philippi und OStR Peter Thomas (a.D.), am 16. Juni 2017 eine Sammlerfahrt in den Eifelpark bei Bitburg durchgeführt. Diese wurde von den Biologielehrern StR’in Andrea Ziegler, StR’in Carina Haan und StR’in Chantal Mezence begleitet.


Ein beeindruckender Vortrag zum Thema Organspende

Am heißen Vormittag des 20. Juni 2017 trafen die Referenten Klaus und Hannah Schmitt des IOS (Infoteam Organspende Saar) im Johannes Kepler Gymnasium ein um unseren drei 9. Klassen das Thema Organspende näher zu bringen. Zum zweiten Mal infolge stellten sie das lebensnahe und interessante aber auch komplexe und sensible Thema, das seit 2014 im saarländischen Lehrplan des Fachs Biologie verankert ist, vor. Anhand einer toll vorbereiteten und anschaulichen PowerPoint-Präsentation erklärte Herr Schmitt den Schülern im Detail alle Fakten zum Thema sowie den Ablauf einer Organspende. Des Weiteren gab es Infomaterial zum Mitnehmen. Insbesondere der darauffolgende Betroffenenbericht von Frau Hannah Schmitt, selbst Spenderin einer Niere an Ihre Tochter im Jahre 2008, beeindruckte, informierte und berührte unsere Schüler. Viele Schüler gaben einen Tag nach dem Vortrag an, dass sie sich am selben Nachmittag sowie am Abend Gedanken über das Thema Organspende gemacht haben sowie sich mit ihren Eltern darüber ausgetauscht haben. Der Besuch des Aufklärungsteams war somit ein großer Erfolg und wir freuen uns auf eine zukünftige regelmäßige Zusammenarbeit mit dem IOS.

Ein Bericht von Chantal Klein.


Unsere Zooexkursion zum Thema Evolution

Am 02.06.2017 fuhren wir, die Klasse 7b, zusammen mit Frau Ziegler in den Zoo nach Saarbrücken. Nach der Ankunft im Zoo, trafen wir uns mit Frau Klein und gingen gemeinsam zum Gehege der Kattas. Anschließend bastelten wir Futterspiele für die Halbaffen, z.B. Schnupperkisten gefüllt mit Möhren und Holzwolle oder Futtergirlanden. Wir teilten uns in drei Gruppen und gingen in diesen in das große Außengehege der Affen. Danach besuchten wir erst die Drills, die sich auch über unsere gebastelten Futerverstecke freuten und zum Schluß besuchten wir die Menschenaffen (Schimpansen, Gorillas). Manche bauten auch für diese Futterspiele. Jedoch durften wir nicht in dieses Gehege, da dies zu gefährlich wäre. Sinn und Zweck des Ganzen, war das Beobachten des Greifverhaltens der unterschiedlichen Affenarten und deren Verhalten bei der Nahrungsaufnahme. So konnten wir schnell herausfinden wie die Affen im Vergleich miteinander entwickelt sind. Als der eigentliche Hauptteil beendet war, durften wir den Rest des Tages entweder frei rumlaufen oder wir entschieden uns dazu, mit Frau Klein zu den Schildkröten zu gehen. Danach erwartete uns ein einstündige Busfahrt zurück nach Lebach.

Ein Bericht der 7b.


Biberexkursion der 6d

Am Mittwoch, den 22.03.2017, fuhren wir mit dem Bus nach Wadgassen und wanderten dort mit Herr Kollmann vom NABU ca. 4 km durch das Naturschutzgebiet. Er berichtete uns dabei viel über Biber, ihre Besonderheiten und Merkmale. Wir konnten auf unserer Wanderung viele Spuren entdecken, die die Biber hinterlassen, wie z.B. eine Biberburg, Biberpfade, kegelförmig angenagte und abgenagte Bäume. Herr Kollmann erklärte uns, dass erst durch die Biber dieses Feuchtbiotop entstanden sei, das nun unter Naturschutz stehe.ES gab auch noch viele andere Tiere zu sehen, wie Schwäne, Fasane, Stockenten, Kanadagänse, Graureiher usw. Unterwegs zeigte uns Herr Kollmann auch noch wilden Schnittlauch, den wir essen konnten.

Zurück am Bus führte uns Herr Kollmann 2 ausgestopfte Biber, die wir auch anfassen durften, vor. Außerdem zeigte er uns einen Biberschädel und erläuterte die Besonderheiten. Zum Schluss präsentierte er uns noch „Biberkunst“, ein von Bibern kunstvoll  angelegter Baumstamm. Trotz des nassen Wetters hatten wir einen schönen und interessanten Vormittag und gehen nun etwas aufmerksamer über die Wiesen unserer Umgebung.


Urwald vor den Toren der Stadt

Im Unterricht hatten wir das Thema Wald und so beschlossen wir einen Ausflug in den Urwald nach Saarbrücken zu machen. Am 04.11.2016 fuhren wir also mit der Saarbahn nach Saarbrücken. Nach einer kurzen Einführung mit Frau Silke Tonner ging es dann endlich los. Zuerst betrachteten wir eine schon etwas ältere Buche. Im Anschluss durften wir über eine weitere, faule Buche balancieren. Dieser waren nach einem Sturm ihre zwei Hauptstämme auseinander gebrochen und umgestürzt. Dann sollten wir uns selbstständig machen und einen Weg suchen, der mit gelben, auf Stämmen gemalten Wolfstatzen, markiert war. An einem aus dem zweiten Weltkrieg stammenden Bombentrichter machten wir kurz halt und kamen dann an eine Art Allee. Diese entstand durch akkurat angepflanzte Bäumen, die direkt nebeneinander stehen. Durch den Platzmangel wachsen diese gerade nach oben und haben kaum Astlöcher , was wiederum gut für den Schreiner und die Weiterverarbeitung des Holzes ist. Wir gingen weiter, bis wir schließlich vor dem sogenannten ,,kleinen Futshi‘‘ standen. Das ist ein kleiner Hügel aus Geröll und Schutt. Über die Himmelsleiter gelangten wir auf den Hügel und frühstückten dort. Danach suchten wir weiter den Pfad, bis wir vor einem Abhang standen, den wir raufkletterten. Wir kamen an einen alten

Schießplatz. Dort wurde vor mehreren Jahren sehr viel Erde abgetragen, weil überall giftige Stoffe verteilt waren. Diese resultierten aus den Porzellanscheiben, die als Schießziele dienten. Mittlerweile wachsen auf der rot-braunen Erde kleine Bäume und Sträucher. Es ging weiter über den Tatzenpfad und wir konnten dann einen Sumpf und das Hauptwasserleitungsrohr von Quierschied betrachten. Wir durften drüber laufen und irgendwann machten wir uns auf den Rückweg. Wir liefen an einer sehr alten Buche vorbei und umarmten sie mit 5 Leuten. Zum Abschied machten wir noch ein Gruppenfoto auf einem weiteren umgestürzten Baum. Mit der Bahn ging es dann wieder zurück nach Lebach. Warum nennt man das ganze jetzt Urwald ??? Weil die Menschen seit ungefähr 15-20 Jahren keinen Eingriff mehr an diesem Gebiet vorgenommen haben und die Natur sich selbst überlassen ist.

Für unsere Klasse war der Ausflug in den Urwald ein sehr lehrreiches und schönes Erlebnis.


BioLogo-Wettbewerb 2016 am JKG

Am Montag den 5. September 2016 startete der BioLogo-Wettbewerb am Johannes-Kepler-Gymnasium in die erste Runde. Mehr als 50 Schüler der Klassenstufen 7 und 8 unserer Schule bearbeiteten eine Schulstunde lang spannende Aufgaben zu biologischen Themen. Die besten 115 der insgesamt 4143 Schüler schafften es in die zweite Runde des Wettbewerbs, die am 26. September 2016 am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Dillingen organisiert wurde. Hierhin schafften es auch zwei unserer Schüler: Marcel Wark (Klasse 7b) als Bester des Anforderungsniveaus 2 und Svenja Fielitz (Klasse 8bn) als Beste des Anforderungsniveaus 3. Am Abend des 6. Oktober 2016 feierte unsere Schule einen besonderen Erfolg. Im Bildungsministerium in Saarbrücken erhielten die 46 Besten eine Urkunde sowie diverse Geschenke, die ihren Spaß an dem Fach Biologie weiterhin fördern sollen. Darunter schaffte es Marcel Wark, dem wir hier zu einem tollen 10. Platz in seinem Anforderungsniveau gratuliert haben.

Am Dienstag den 08.11.2016 kam es zu einer Ehrung der besten 3 jedes Anforderungsniveaus unserer Schule. Hier konnte unser Schuldirektor Hans Herrmann sowie wir als Biologiekollegen den Schülern noch einmal ganz herzlich zu ihren Leistungen gratulieren.

Herzlichen Glückwunsch an Marcel Wark (1. Platz, Niveau 2, Klasse 7b), Fynn Groß (2. Platz, Niveau 2, Klasse 7c) und Mirko Neuschwander (3. Platz, Niveau 2, Klasse 7a) sowie an Svenja Fielitz (1. Platz, Niveau 3, Klasse 8bn), Nikos Molaen (2. Platz, Niveau 3, Klasse 8bn) und Niklas Salm (3. Platz, Niveau 3, Klasse 8bn).


Ökologie hautnah am Sollbach erleben

Unsere Schüler haben am Ende der Klassenstufe 7 die Möglichkeit den naturwissenschaftlichen Zweig zu wählen. Dieser bietet als einziger in Klassenstufe 8 das Fach Biologie 2-stündig an. Naturwissenschaftlich interessierte Schüler können hier ihre Kenntnisse vertiefen sowie viel Neues dazu lernen. Der naturwissenschaftliche Lehrplan legt einen seiner Schwerpunkte auf das Thema Ökologie: Gewässer. Durch die Zusammenarbeit mit dem KunterBUND-Mobil des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) konnte unsere Schule dieses Jahr erneut das Thema für seine Schüler praxisnah und motivierend umsetzen. Die Schüler der Klassenstufe 8 fuhren dieses Jahr zusammen mit den Schülern der NW-AG zu der Gewässerexkursion.

von Chantal Klein und Andrea Ziegler, Biologielehrkräfte am Johannes-Kepler-Gymnasium.

Tagesbericht von Alissa Arone, Romina Backes, Franziska Bost, Carolin Marx, Lena Mebs, Laksigha Pathmarajah, Jannick Singer, Jule Woll (8ax):

Als wir, am Dienstag den 31.05.2016 nach der ersten Stunde, am Treffpunkt in der Schule ankamen, war das Wetter sehr deprimierend. Doch als wir dann unsere Biologielehrerin Frau Klein in ihren stylischen Gummistiefel erblickten waren unsere Sorgen bezüglich des Wetters vergessen. Nun traten wir gutgelaunt die Reise mit dem Bus nach Limbach an. Nach einem kurzen Fußmarsch durch den lichtdurchfluteten Wald, kamen wir voller Erwartungen am KunterBUND-Mobil an. Dort warteten schon Steffen Potel und Martin Lillig neugierig auf unser Ankommen. Anschließend trennten sich die Wege der NW-AG und der herausragenden Klasse 8ax (NW-Zweig). Frau Klein und Martin machten sich mit uns im Schlepptau auf den  Weg zum Sollbach. Dort angekommen gab man uns ein Sieb mit einer daran befestigten Pinzette und erläuterte uns wie man die Organismen aus dem Bach in den Becher befördern konnte. Voller Tatendrang stapften wir in das Gewässer und sammelten vorsichtig die Tiere ein. Nebenbei erzählte uns Martin Lillig noch viele Fakten über das Gewässer. Zum Beispiel ist das Wasser sehr sauber, da keine Wohnsiedlungen oder Industrien in der Nähe sind, außerdem wird es durch den Wald „gefiltert“. Nachdem wir die uns bekannten Zeigerorganismen gesammelt und jeder seine unter dem Mikroskop begutachtet hatten, erklärte uns Martin Lillig anhand eines größeren Bildschirms die Tiere noch genauer. Wir sahen endlich in echt und nicht nur im Film Eintagsfliegen-, Stechmücken- und Köcherfliegenlarven, aber auch Strudelwürmer und Bachflohkrebse. Nach einer kurzen Pause, gingen wir zum theoretischen Teil über, dem Vortrag über Wasserkonsum. Dies erklärte uns Steffen Potel sehr gut anhand anschaulicher Darstellungen. Wie zum Beispiel den Vergleich zwischen unserem und dem Wasserkonsum in Afrika. Dabei schnitten wir in Europa mit am besten ab. Gegen Ende packten wir unsere Sachen und gingen müde zusammen mit der AG zurück zum Bus. Dort angekommen waren wir froh trockene Sachen wieder anziehen zu können. Nach diesem ereignisreichen Tag hatten wir viel gelernt und gingen erschöpft, aber zufrieden nach Hause.


Überraschender Besuch im Biologieunterricht der Klasse 7a

Seit Beginn des Schuljahres 2015/2016 wird in der Klasse 7a des Johannes-Kepler-Gymnasiums das Thema „Insekten in ihrem Lebensraum“ behandelt. Durch eine mögliche Zusammenarbeit mit dem Saarbrücker Zoo, hatte sich der Biologieunterricht am Montag den 21. September 2015 nicht nur inhaltliches Wissen als Ziel gesetzt. Der Schwerpunkt lag an diesem Tag insbesondere auf der Förderung der Schülermotivation sowie ihrer Beobachtungsfähigkeit, aber auch auf dem Abbau von möglichen emotionalen Sperren.  Durch die Begegnung mit lebenden Organismen im Klassenraum wurde dies ermöglicht…

(von Chantal Klein Studienreferendarin im Fach Biologie am Johannes-Kepler-Gymnasium)

Eindrücke von Mira Stahl und Lena Kühn (7a):

„Montag, Doppelstunde Biologie und dann noch das Thema „Insekten“ – die Begeisterung hielt sich in Grenzen, als unsere Biologielehrerin Frau Klein das Klassenzimmer mit einem Korb betrat, dem wir keine nähere Aufmerksamkeit schenkten. Sie versorgte uns zunächst mit einer Menge theoretischer Informationen u.a. über den Körperbau der Honigbiene.

Interessant war anschließend der Kurzfilm über ein stabförmiges Etwas mit langen dürren Beinen. Auf der Leinwand sahen wir zunächst jedoch nur Äste und Blätter. In dem Gestrüpp war das Tier kaum zu finden. Schließlich schrien einige Mädchen „Igitt!“, als sie die Häutung des Insektes sahen und schauten weg. Als der Film zu Ende war, erklärte uns Frau Klein, dass es sich hier um eine Stabschrecke handelte.   
Etwas irritiert waren wir, als sie meinte, dass sie im Zoo Saarbrücken arbeitete. Von dort habe sie uns zum Glück keinen Jaguar sondern ein paar Insekten zur näheren Betrachtung mitgebracht. Sie öffnete den Korb und nahm ein kleines Terrarium heraus, in dem sich ein paar Blätter und Tiere befanden. Dann setzte sie die staksigen Wesen einzeln auf ihre Hand und rief uns nach vorne, um uns die Tiere aus nächster Nähe zu präsentieren. Wir erfuhren, dass es mehrere Schreckenarten gibt. Zwei davon, die Stabschrecke und die Samtschrecke lernten wir nun heute näher kennen.
Wer wollte, durfte die Insekten sogar auf die Hand nehmen, musste aber dabei sehr vorsichtig sein, um sie nicht zu verletzen. Nicht alle Schülerinnen und Schüler waren dazu bereit. Aber wer sich überwinden konnte, hatte ein kribbeliges, aber längst nicht ekeliges Gefühl auf der Hand, als sich die Tiere bewegten.
Und dann war die Biologiestunde auch schon zu Ende, viel schneller als erwartet, alles andere als langweilig. So sollte jede Stunde sein – und wer weiß, vielleicht besuchen wir ja einmal mit Frau Klein den Zoo und sehen dann doch noch den Jaguar.“        

Eindrücke von Lilli Klein und Marie Kiefer (7a):

„Schön war es, die Möglichkeit zu haben Stab- und Samtschrecken auf die Hand zu nehmen. Wenn wir es nicht wollten, konnten wir die Tiere aus der Nähe betrachten. Der außergewöhnliche Besuch kam sehr gut bei uns und den Mitschülern an. Wir persönlich fanden es toll, weil es etwas andere war, als der gewöhnliche Biologieunterricht.“


Ein Vormittag am Sollbach

Der naturwissenschaftliche Lehrplan der Klassenstufe 8 legt einen seiner  Schwerpunkte auf das Thema Gewässer. Wir empfinden es als Chance für unsere Schüler die Unterrichtsinhalte neben dem regulären Unterricht im Klassenraum praxisnah und selbstständig zu erarbeiten und somit gleichzeitig zu vertiefen. Diese Möglichkeit hatte unsere Schule auch dieses Jahr durch die Zusammenarbeit mit dem KunterBUNDmobil des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

 (von Chantal Klein Studienreferendarin im Fach Biologie am Johannes-Kepler-Gymnasium)


Tagesbericht von Jessica Hahner, Magdalena Hell und Elias Schmitt (8cn):

Am Donnerstag den 7. Mai 2015 fuhren die Klassen 8bn, 8cn und ein Teil der Klasse 8ax des Johannes-Kepler-Gymnasiums zu einer Gewässerexkursion zum Sollbach in Limbach. Mit dem Bus erreichten wir eine naheliegende Stelle gegen 8Uhr50 und gingen anschließend wenige Minuten zu Fuß bis zu einem Treffpunkt, an dem zwei Mitarbeiter des KunterBUNDmobils auf uns warteten. Nach einer freundlichen Begrüßung teilten diese die insgesamt 66 Schüler in zwei Gruppen auf. Der Vormittag war von diesem Zeitpunkt an zweigeteilt.

Zuerst nahmen wir, die Schüler aus der Klasse 8cn, am theoretischen Vortrag von Herrn Steffen Potel teil. Sein Vortrag, bei welchem auch wir befragt wurden und teilnehmen konnten, handelte vom Thema Wasser. Der Schwerpunkt lag u.a. auf dem Thema Wasserver-brauch. Wir erfuhren einige Sachen die uns nicht bewusst waren; z.B. wieviel Liter jeder Mensch an einem Tag verbraucht, dass im Land Nigeria mehr Wasser verbraucht wird als in Amerika, dass stilles Wasser keimbelasteter ist als Wasser mit Kohlensäure, aber auch, dass unser Leitungswasser ca. neun Monate durch den Boden fließt bevor es von uns genutzt werden kann. Gegen 11Uhr, nach einer kurzen Pause, tauschten die Gruppe ihre Aktivitäten bis zum Ende der Exkursion gegen 12Uhr. Mit Gummistiefeln, die wir alle dabei hatten, bewaffnet sowie Kescher und Pinzetten ging es ins Kühle nass, nachdem Herr Lillig wichtige Anweisungen zum Einfangen von Lebewesen im Gewässer vorgestellt hat. Eigentlich gar nicht so schwer… denn sehr schnell waren unsere Kescher nicht mehr leer und die gefangenen Organismen konnten in mit Wasser befüllten Behältern aufbewahrt werden. Diese praxisnahe Arbeit ist hier am Sollbach nur möglich, da dieser einer der wenigen quasi unberührten Gewässer im Saarland ist. Besonders spannend wurde es, als wir durch den Mitarbeiter des NABUs sowie Binokulare unsere Funde näher bestimmen konnten. Ist es nun ein Fisch oder doch nicht? Die meisten von uns haben in der Tat keine Fische sondern verschiedene Larven z.B. Zuckmücken-, Eintagsfliegen- oder Köcherfliegenlarven gefunden. Neben vielen Bachflohkrebsen und sogar einem kleinen Fisch war an diesem Tag unser größter Fund wohl das Bachneunauge.


Die Sezier-Stunde der Klasse 6d

Frau Wallrich wollte mit der Klasse 6d Forellen sezieren. Doch vorab blieben viele Fragen ungeklärt! Woher nur die Forelle nehmen? Hat die Forelle auch “innere Werte“? Wird es  wohl blutig werden? 

Am 23.02.2015 sollten all unsere Fragen beantwortet werden, denn 23 deutsche Bachforellen hatten einen Termin in der Anatomie des JKG Lebach. Schnell stellte sich heraus, dass die praktische Arbeit sich doch deutlich interessanter gestaltet als die Theorie, und die Jungs cooler mit dem Skalpell umgingen als die teilweise hysterisch wirkenden Mädels. Einige Hobby-Chirurgen stießen bei diesem Anblick allerdings an ihre Grenzen und hatten große Schwierigkeiten, ihr Frühstück bei sich zu behalten.

Als die Forellen nun vor uns lagen und ihr Innerstes offenbarten, lokalisierten wir die Kiemen, die Schwimmblase und die inneren Organe. Einige untersuchten auch das Innere des Auges, und die ganz Neugierigen testeten sogar wie sich die Forelle ohne Handschuhe anfühlt. Danach wurden die Arbeitsflächen gesäubert, die Forellen fachgerecht entsorgt und gut gelüftet!

Nach dieser Schulstunde kann man sagen, das Lernen auch Spaß macht! Bei uns hat die praktische Arbeit direkt an der Forelle einen sehr nachhaltigen Eindruck hinterlassen. So stoppte das Erlernte nicht beim Kurzzeitgedächtnis sondern fand seinen Weg ins Langzeitgedächtnis. (Bericht: Zoe Marx)


Biologisch-chemische Bachexkursion zum Thema „Wasser“

Moderner naturwissenschaftlicher Unterricht sollte nicht nur im Klassenraum stattfinden, sondern die Schüler auch in den direkten Kontakt mit der Natur bringen. Das Sollbach-Tal bietet mit seiner intakten Pflanzen- und Tierwelt hierfür optimale Möglichkeiten. Gleichzeitig wurden die Schüler jedoch auch auf nachhaltige Aspekte in Bezug auf unseren Wasserkreislauf sensibilisiert.

Tagesbericht von Jannik Reiter und Max Bauer (8ax):

„Im Rahmen des Biologieunterrichts fuhren der naturwissenschaftliche Zweig der Klasse 8ax und die komplette Klasse 8bn am Dienstag, den 20.05.2014 zu einer Bachexkursion. Das Ziel war der Sollbach in Büschfeld. Begleitet wurden die beiden Klassen von Herrn Suska und Herrn Thomas. Gut gelaunt ging es nach der 1. Stunde los. Nach etwa 500 m sahen wir schon das NaBu-Mobil mit zwei netten Herren. Hier wurde uns genau erklärt, welche Programmpunkte an diesem Morgen anstehen werden.

Die Veranstaltung bestand aus zwei Teilen. Die 8ax trat zuerst zum praktischen Teil an. Zusammen mit Herrn Thomas und einem Angestellten vom Naturschutzbund ging es dann an einen Abschnitt des Sollbach. Uns wurde dann erläutert, wie wir dort lebende Tiere fangen und sicher lagern können.

Wir fanden viele kleinere Organismen, z. B. Eintagsfliegenlarven, Köcherfliegenlarven, Schlammröhrenwürmer und Egel. Den Fang des Tages machten Max und Jannik: Die Zwei haben sogar einen Fisch gefangen. Darüber hinaus wurde eine stattliche Libellenlarve gefischt.

Mit allen Tierchen an Bord gingen wir wieder zum NaBu-Mobil. Dort untersuchten wir an den schon aufgestellten Mikroskopen die Organismen. Anschließend besprachen wir einige Tiere zusammen über eine Kamera an einem großen Bildschirm. Der nette junge Mann des NaBu-Mobils erzählte uns im Allgemeinen über das Element Wasser und dessen Nutzen auf der Erde. Er klärte uns über unseren täglichen Wasserverbrauch auf. Als er sagte das wir Saarländer am Tag rund 120l Wasser verbrauchen würden waren ich und viele andere erstaunt. Er veranschaulichte uns diesen Verbrauch mit Wassereimern und erklärte uns, dass die Menschen früher nur ungefähr ein Zehntel davon verbrauchten, da das Wasser für Toilettenspülung etc. wegfiel. Er erklärte uns außerdem allgemeines über den Wasserhaushalt der Erde wie zum Beispiel, dass das mit Abstand meiste Wasser auf der Erde Salzwasser ist.

Im weiteren Verlauf des Vortrages klärte er uns über die Verschmutzung der Weltmeere und der Flüsse auf der Welt auf. Als er sagte dass es einen Kontinent im Pazifischen Ozean gäbe der nur aus Plastikmüll besteht, waren die Schüler erschrocken. Er erklärte uns außerdem, wie viel Wasser ein Kind und ein Erwachsener am Tag zu sich nehmen sollten. Er ergänzte, dass man das Trinken als Kind lernen muss, denn wenn man dies nicht tut, wird man es als Erwachsener nur schwer lernen. Der Mann vom NaBu-Mobil zeigte uns außerdem ein Experiment, bei dem dreckiges Schlammwasser nur durch Filtern durch Sand und Kies zu sauberem Wasser machte. Dies sagte er sei von großer Bedeutung, denn unser Trinkwasser im Saarland besteht hauptschlich aus frischem Quellwasser, das ungefähr ein dreiviertel Jahr durch den Boden sickert, bis wir es trinken .Wir könnten stolz auf unser saarländisches Trinkwasser sein, denn es sei eins der besten in Europa. Die Wasserqualität für künftige Generationen ist jedoch stark gefährdet, da viele Firmen und Haushalte Abfall und Schadstoffe in den Wasserkreislauf leiten, die auch durch Kläranlagen nur unzureichend herausgefiltert werden.

Die Klasse und ich möchten uns bei den beiden Lehrern bedanken, dass sie diese Exkursion möglich gemacht haben und uns somit einen schönen Tag beschert haben.“


Unterrichtsthemen

Bis zum Abschluss des gymnasialen Bildungsganges erwerben die Schülerinnen und Schüler vertiefte Einblicke in fachspezifische Denkweisen und Forschungsmethoden der Biologie. Dabei werden Inhalte aus folgenden Themenbereichen vermittelt:

Kennzeichen des Lebens
Bau und Leistungen des menschlichen Organismus
Pflanzen in ihrem Lebensraum
Tiere in ihrem Lebensraum
Biologie der Mikroorganismen
Zellbiologie
Stoffwechselphysiologie

Reizphysiologie
Ökologie
Klassische und molekulare Genetik
Genomforschung
Gentechnik
Immunbiologie
Evolution

Summing up

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DUH Sammlung

Seit 1990 beteiligen sich Schülerinnen und Schüler des JKG Lebach mit großem Erfolg an den Haussammlungen der Deutschen Umwelthilfe DUH, die Natur- und Umweltprojekte in Deutschland unterstützt. 

In allen Jahren war es Tradition, die besten Sammlerinnen und Sammler zu ehren und mit Sachpreisen auszuzeichnen. In den letzten Jahren wurden auch Sammlerfahrten durchgeführt, bei denen man im Rahmen ganztägiger Exkursionen  interessante Naturerlebnisprojekte in der näheren Umgebung besuchte.

Die Sammlerfahrten 2004, 2005, 2006, 2007, 2008  und 2009 und führten in den Natur- und Erlebnispark Gondorf bei Bitburg. Dort war Gelegenheit, im Wildparkbereich Murmeltiere, Steinböcke, Mufflons, Bären, Luchse, Greifvögel usw. aus nächster Nähe zu beobachten bzw. sich im Erlebnisbereich mit Tretbooten, Rutschen der verschiedensten Art, Kettenkarussel, Achterbahn, Irrgarten, Sommerrodelbahn usw. zu vergnügen.


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