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Die JKG-Bläserklasse

"Die Erziehung zur Musik ist von höchster Wichtigkeit
weil Rhythmus und Harmonie machtvoll
in das Innere der Seele dringen".
(Platon, gr. Philosoph)
Mit diesem kräftigen Zitat Platons möchten wir Sie recht herzlich begrüßen. Wie Recht er damals schon hatte, haben doch jüngste Studien nachgewiesen, dass aktives Musizieren die Persönlichkeit signifikant positiv beeinflusst.
Mit dem eingeführten Konzept des achtjährigen Gymnasiums weitet sich der Unterricht zunehmend auf den Nachmittagsbereich aus. Ganztagsschule und Nachmittagsangebote sind Gründe dafür, dass immer weniger Kinder ein Instrument erlernen oder ihr Hobby ganz aufgeben – ein nicht wieder gut zu machender Verlust! Wie schade wenn neben dem stressigen Schulalltag nichts an Harmonie und Rhythmus in die Seele dringen kann!
Unser Musikunterricht setzt genau hier an und versucht dem Anspruch Platons und gerecht zu werden und damit ganzheitlich am Mensch anzusetzen. Dass die Ausübung von Musik für die Persönlichkeitsentwicklung eines jungen Menschen von unschätzbarem Wert ist, wurde durch eine große Anzahl von empirischen Forschungen nachgewiesen1. Darüber hinaus macht Musizieren einfach Spaß und bietet eine ausgleichende Alternative zum manchmal anstrengenden Schulalltag!
1 Hans Günther BASTIAN: Kinder optimal fördern mit Musik, Schott-Verlag, 2007. Link zum Buch.
Was bedeutet dies für den schulischen Musikunterricht?
Musik im schulischen Alltag muss, um musikalische und ästhetische Erfahrungen machen zu können, am Instrument stattfinden! Haben Sie sich schon einmal überlegt, warum man in Sport aktiv trainiert, in Kunst kreativ gestaltet und in Musik nur da sitzt und zuhört? Sir Simon Rattle machte dies erst kürzlich in einem Zitat deutlich:
„Wenn wir Fußball spielen lernen sollten, bekamen wir einen Ball,
mein Kunstlehrer war schrecklich, aber wir durften malen,
nur in Musik hieß es: Setzt euch hin und hört zu!
Ich fand immer, da stimmt was nicht“
Sir Simon Rattle über seine Schulzeit
Chefdirigent der Berliner Philharmoniker
Mit dem Konzept unserer Bläserklasse wird dem Anspruch musikalischer Bildung Rechnung getragen, sowohl für das Individuum als auch für die Gesellschaft. Insbesondere der handlungsorientierte Musikunterricht am Instrument erfüllt dieses Bedürfnis in hervorragender Weise.
Da das Klassenorchester den herkömmlichen Musikunterricht ersetzt, benötigen die Schüler zum Erlernen des Instruments kaum zusätzlichen Zeitaufwand. Gelernt und geübt wird in der Schule gemeinsam mit den Klassenkammeraden. Das gemeinsame Erlernen eines Instruments und die Anwendung des Geübten im Klassenorchester sorgen für ein hohes Maß an Motivation bei den Schülern. Diese Motivation wird durch das Erleben und Erfahren der im Orchester ständig neu entstehenden Klänge und Rhythmen zusätzlich gefördert. Der Musikunterricht in Bläserklassen steigert den Wert der musikalischen Bildung, sowohl für das Individuum als auch für die Gesellschaft.
Soziale Lerneffekte
Außerdem bewirkt das Klassenorchester soziale Lerneffekte. Das Ensemble lebt vom Teamgeist der von gegenseitiger Rücksichtnahme und Kooperationsbereitschaft geprägt ist. Durch öffentliche Auftritte öffnet sich für die Kinder der Schulalltag und sie machen ganz neue Erfahrungen. Sie lernen durchzuhalten und trainieren ihre Sozialkompetenz, denn jeder wird gebraucht!


